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DEB U16 Frauen Europa-Pokal: Ungefährdeter Sieg und knappe Niederlage


(DEB Frauen)
Die deutsche Auswahl begann ihr drittes Spiel des Turniers gegen Norwegen sehr engagiert. Bereits im ersten Wechsel traf Lilli Welcke jeweils den Pfosten und die Querlatte. Den deutschen Spielerinnen sah man die zwei anstrengenden Partien des Vortages nicht an. Sie liefen Angriff um Angriff auf das norwegische Tor zu.

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(Foto: DEB)



Den ersten gefährlichen Angriff der Norwegerinnen in der fünften Spielminute entschärfte Lilly Uhrmann im deutschen Tor ohne Probleme. Das erste deutsche Powerplay brachte in der achten Spielminute die 1:0 Führung für das Team von Trainer Florian Neumayer. Heidi Strompf schoss von der blauen Linie eine Norwegerin vor dem Tor an, welche die Scheibe ins eigene Tor abfälschte. Eine Minute später musste die deutsche Mannschaft ihr erstes Unterzahlspiel überstehen. Sie spielte mit sehr viel Ruhe und Übersicht und ließ die Gegnerinnen nicht in ihre Aufstellung kommen. Die DEB-Auswahl zeigte in einer anschließenden Überzahlsituation schöne Kombinationen, konnte aber kein Kapital daraus schlagen.

 

In der 15. Minute nahm Leonie Willeitner den norwegischen Verteidigerinnen die Scheibe an der gegnerischen blauen Linie ab, schoss aus dem Slot und traf den Innenpfosten, von wo der Puck zum 2:0 für Deutschland ins Tor sprang. Bereits zweieinhalb Minuten später bediente Lilli Welcke ihre Zwillingsschwester Luisa, die völlig freistehend keine Mühe hatte zum 3:0 einzuschieben. Anderthalb Minuten vor der Pause traf Thea-Marleen Bartell mit einem beherzten Schuss nur die Querlatte. 34 Sekunden vor der Pause musste eine deutsche Spielerin auf die Strafbank. Norwegen kam bis zur Pausensirene noch zu zwei Torschüssen, Uhrmann war aber auf dem Posten und so ging die deutsche Auswahl mit einer 3:0-Führung in die Kabine.
In der verbleibenden Zeit ihres Unterzahlspiels agierten die deutsche U16-Mädels sehr konzentriert und kamen ihrerseits zu guten Offensivaktionen. Auch nach Ablauf der Strafe zeigten sie ein ums andere Mal gute Kombinationen.

 

In der 27. Spielminute gab es dann die Wiederholung des dritten deutschen Tores. Lilli Welcke bediente Luisa Welcke, die der norwegischen Torfrau keine Abwehrchance ließ und auf 4:0 erhöhte. In der Folge hatten sowohl das deutsche Team als auch die Norwegerinnen Torchancen - beide Goalies waren aber zur Stelle. Nach 32 Minuten erhöhte Ronja Hark auf 5:0 für das deutsche Team. Pauline Gruchot lupfte die Scheibe von außen über zwei gegnerische Schläger genau auf die Kelle von Hark, die ins Tor einschoss. Drei Minuten später war es wiederum Hark, die auf Zuspiel von Gruchot im  Powerplay zum 6:0 traf. In den letzten fünf Minuten erspielte sich die DEB-Auswahl noch weitere Chancen, ein Treffer wollte bis zum Schlusspfiff aber nicht mehr fallen und so endete die erste Partie des Tages mit 6:0 für Deutschland.
 
Deutschland: Uhrmann (Disl) – Strompf, König; Lilli Welcke (A), Luisa Welcke, Liang – Raschke (C), Mayer; Bartell, Leveringhaus, Sterzik – Heinz, Kohberg; Miller, Gruchot (A), Hark – Topfmeier, Cyrulies; Willeitner, Maßner, Wallner


Tore: 1:0 Heidi Strompf (07:23/PP1); 2:0 Leonie Willeitner (14:05), 3:0 Luisa Welcke (16:48), 4:0 Luisa Welcke (26:04), 5:0 Ronja Hark (31:42), 6:0 Ronja Hark (34:39/PP1)


Strafminuten: Deutschland 4 – Norwegen 6

 





Es waren gerade einmal 26 Sekunden in der abschließenden Vorrundenpartie gegen Russland gespielt, als Lola Liang bereits die Führung auf dem Schläger hatte. Nach Pass von Luisa Welcke scheiterte Liang knapp an Russlands Torfrau. Wachgeschüttelt von dieser deutschen Großchance steigerten die Russinnen nun das Tempo und erzielten in der dritten Spielminute den 1:0-Führungstreffer für Russland. Die deutsche Mannschaft hatte durch Alina Leveringhaus eine gute Möglichkeit zum Ausgleich, doch Thea-Marleen Bartell verpasste den Nachschuss knapp.

 

Russland blieb weiter die spielbestimmende Mannschaft und erhöhte in der achten Minute auf 2:0. Sofie Disl im Tor der deutschen Mannschaft konnte sich in den darauffolgenden Minuten mehrfach auszeichnen und war ihren Vorderleuten ein sicherer Rückhalt. Die deutsche Mannschaft erarbeitete sich mit fortschreitender Spielzeit mehr Spielanteile, gefährliche Torchancen blieben aber rar. Zweieinhalb Minuten vor der Pause musste eine deutsche Spielerin auf der Strafbank Platz nehmen. Russland kam aber nur selten in ihre Formation, immer wieder schaffte die deutsche Mannschaft die Befreiung. So überstand die deutsche Mannschaft die Unterzahlsituation und ging mit einem 0:2 Rückstand in die Pause.


Auch im zweiten Abschnitt erwischte die DEB-Auswahl einen guten Start und kam gleich im ersten Wechsel zu einer Chance. Ein deutsches Powerplay in der 22. Minute ergab dann zwar gute Einschussmöglichkeiten, genutzt werden konnten diese aber nicht. Die deutsche Mannschaft spielte jetzt mit, scheiterten aber spätestens an der russischen Torfrau. Im eigenen Drittel hielten die Schützlinge von Florian Neumayer ihre Gegnerinnen weitestgehend vom eigene Tor fern. Alles was trotzdem noch aufs Tor kam, wurde zur Beute von Disl. Luisa Welcke hatte vier Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer auf dem Schläger, schoss der russischen Torfrau völlig freistehend aber direkt in die Fanghand. Russland erhöhte in der Schlussphase den Druck noch einmal, sodass keine Möglichkeit für das deutsche Team bestand die Torhüterin zugunsten einer sechsten Feldspielerin vom Eis zu nehmen. So verlor Deutschland das Spiel knapp mit 0:2.


 
Deutschland: Disl (Uhrmann) – Strompf, König; Lilli Welcke (A), Luisa Welcke, Liang – Raschke (C), Mayer; Bartell, Leveringhaus, Sterzik – Heinz, Kohberg; Miller, Gruchot (A), Hark – Topfmeier, Cyrulies; Willeitner, Maßner, Wallner


Tore: 0:1 Kristina Glukhareva (02:48), 0:2 Kristi Shashkina (07:48)
 
Strafminuten: Deutschland 2 – Russland 4

 
Florian Neumayer, Trainer U16 Frauen-Nationalmannschaft: „Wir haben über vierzig Minuten eine sehr ansprechende Leistung gezeigt. Zu Beginn der ersten zwanzig Minuten haben wir nicht eng genug am Gegenspieler gestanden und so unnötig Zweikämpfe verloren. Aus diesen Zweikampfverlusten resultierten dann auch beide russischen Tore. Durch mehr Konsequenz im Torabschluss wäre auch der Anschluss und Ausgleich möglich gewesen. Jetzt müssen wir die beiden Abendspiele abwarten, um zu wissen wie es morgen weitergeht. Egal welcher Gegner dort wartet, es wird wieder ein Spiel, das uns alles abverlangen wird.“


 
Die deutsche Mannschaft muss nun die Ergebnisse des Abendspiels der Gruppe A abwarten. Gewinnt Norwegen in regulärer Spielzeit gegen die Schweiz ist das deutsche Team zweiter in der Gruppe A. Es würde in diesem Fall um die Plätze 1-4 spielen und in der morgigen Zwischenrunde um 19:30 gegen die erstplatzierten Tschechinnen aus der Gruppe B antreten. Gewinnt die Schweiz gegen Norwegen spielt die DEB-Auswahl als dritter der Gruppe A um die Plätze 5-8 und trifft morgen um 13:00 entweder auf Österreich oder Ungarn, die in der letzten Partie des Abends den Viertplatzierten der Gruppe B ausspielen. Alle Informationen zum Turnier finden Sie HIER.

 


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