Sechs-Punkte-Auswärtstouren für die Favoriten

23 November 2019
Eine Szene mit Seltenheitswert: Die DEG vor dem Planegger Tor (Archivbild vom 27.01.2019)
  • Höchste Saisonniederlagen für DEG-Frauen gegen Planegg
  • Nur ein Tor für Bergkamen gegen Ingolstadt
  • Berlin unterliegt Memmingen am ersten Tag knapp, am zweiten deutlich

Düsseldorfer EG Frauen – ESC Planegg 0:14 (0:4, 0:6, 0:4) / 1:13 (0:3, 0:5, 1:5)

Die Abwärtsspirale der DEG hält an. Im Duell des Tabellenletzten gegen den Spitzenreiter kassierten die Rot-Gelben ihre bislang höchsten Saisonniederlagen. Gleichzeitig fiel die Torausbeute mit gerade einmal einem Treffer am Wochenende so mager aus wie noch nicht zuvor in dieser Spielzeit.

Eine der wenigen nennenswerten Aktionen der Gastgeberinnen in der großen Halle an der Brehmstraße gab es gleich zu Beginn, als Paulina Geschwandtner vor dem Planegger Tor lauerte, ihren Schuss konnte Planeggs Torfrau Lisa Hemmerle aber entschärfen. Von sechs weiteren Düsseldorfer Torschüssen abgesehen fand das Spiel weitgehend in Richtung des Düsseldorfer Gehäuses statt. Im ersten Drittel trafen für Planegg Justine Reyes, zweimal Franziska Feldmeier und Kerstin Spielberger.

Im zweiten Drittel überwanden Feldmeier (1x) und Spielberger (2x) Svenja Laue erneut, ehe Noemi Schraven in der 26. Minute für sie ins Tor ging. Doch nur knapp vier Minuten später musste sie ebenfalls ein Gegentor von Feldmeier hinnehmen. Nach weiteren Treffern von Justine Reeves und Sarah Kubiczek wurde das Planegger Guthaben auf der Anzeigetafel zweistellig.

Drei Strafzeiten nahm die DEG insgesamt, und im Schlussabschnitt nutzte Planeggs Luisa Kaiser die zweite. Für den 0:14-Endstand sorgten Celina Haider, Justine Reyes und Kerstin Spielberger mit ihrem vierten Tor.

Statistik

Ein Tor weniger geschossen und eins mehr kassiert, und vielleicht fehlte hin und wieder auch etwas Gradlinigkeit zum Tor der Hausherrinnen. Das war aus Planegger Sicht aber vermutlich das einzig Negative am Sonntag. Ansonsten ging es wieder fast nur in eine Richtung. Im ersten Drittel trafen Sarah Kubiczek im Doppelpack und Yvonne Rothemund, die eine der beiden Düsseldorfer Strafzeiten nutzte.

Auch das Mitteldrittel dominierten die Gäste klar und trafen durch Janina Fuchs, Theresa Wagner, Jacyn Reeves, Kerstin Spielberger und Mona Pink zum 0:8-Zwischenstand. Einen Alleingang von Düsseldorfs Valerie Offermann in der 38. Minute parierte Planegg-Goalie Lena Schuster.

0:9 hieß es in der in der 44. Minute nach Kerstin Spielbergers sechstem Tor an diesem Wochenende, ehe 16 Sekunden später Alina Leveringhaus den Ehrentreffer für die Gastgeberinnen erzielte. Die Vorlage steuerte Valerie Offermann mit ihrem offenbar letzten Scorerpunkt für die Mannschaft bei, denn sie scheint zurück nach Köln zu den KEC-Frauen gewechselt zu sein. Franziska Feldmeier, Theresa Wagner und Eirin Stendahl machten die 13 für die Gäste voll.

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Eisbären Juniors Berlin Frauen – EDDC Memmingen Indians Frauen 2:3 (0:1, 0:2, 2:0) / 0:5 (0:2, 0:2, 0:1)

Gleich 13 Strafen setzte es zusammen für beide Teams am Samstag, und Memmingens Kassie Roache zeigte ihre Fähigkeit, in unterschiedlichen Mannschaftsstärken Tore zu schießen. In der 14. Minute traf sie in Unterzahl zum 0:1-Pausenstand.

Variante Nummer zwei im doppelten Powerplay nutzte sie in der 28. Minute zum 0:2, ehe Lenka Serdar in der 36. Minute auf ein vermeintlich beruhigendes 0:3 erhöhte.

Doch nicht zum ersten Mal in dieser Saison bewiesen die Eisbärinnen ihre Kämpferqualitäten und machten zum Beginn des letzten Abschnitts alles richtig mit zwei schnellen Toren von Emma Terres (41.) und Emily Nix (42.). Außer einer Memminger Strafzeit zeigten sich beide Teams in diesem Drittel enthaltsam. Und Berlin gelang kein weiteres Tor mehr, so dass am Ende drei Punkte auf Memmingens Habenseite standen.

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Wieder fünf Tore, aber allesamt aufseiten der Allgäuerinnen und noch eine Strafe mehr lautete die Bilanz des Sonntags. Antje Sabautzki (5.) und Marie Delarbre (19.) stellten im ersten Abschnitt die Weichen im Powerplay und bei Gleichzahl in Richtung Sieg.

Lenka Serdar (30.) und Mandy Dibowski (35.) verdoppelten die Tore der Allgäuerinnen in Überzahl im Mitteldrittel.

Ihr zweites Tor des Tages, diesmal bei Gleichzahl, gelang Mandy Dibowski in der 42. Minute. Die Eisbärinnen gingen dieses Mal komplett leer aus, obwohl sich mit drei Strafzeiten für die Gäste noch Überzahlgelegenheiten boten.

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EC Bergkamen – ERC Ingolstadt Frauen 0:2 (0:1, 0:1, 0:0) / 1:5 (0:0, 1:3, 0:2)

Richtig kalt im Vergleich zum Berliner Wellblechpalast blieb die Strafbank am Bergkamener Häupenweg. Nach der einzigen Strafe in der 10. Minute kühlte die Bank der Hausherrinnen wieder ab. Das 0:1 für die Gäste erzielte Tanja Eisenschmid in der 14. Minute auf Zuspiel von Andrea Lanzl.

Und Andrea Lanzl erhöhte nach Vorlage von Hanna Amort in der 23. Minute auf den 0:2-Endstand, denn weder weitere Tore sollten fallen noch Strafen ausgesprochen werden.

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„immerhin“ vier Strafen, davon je Team zwei, gab es im zweiten Spiel, doch keine einzige dieser Überzahlgelegenheiten konnte genutzt werden.

Nach dem torlosen ersten Drittel gingen die Schanzerinnen mit einem Doppelpack in der 23. Minute in Führung. Nicola Eisenschmid und Hanna Amort überwanden kurz hintereinander die Defensive der Bärinnen und ihre Torfrau Pia Surke. Rebecca Graeve verkürzte in der 31. Minute, doch die Hoffnungen der Gastgeberinnen, dieses Mal Punkte daheim zu behalten, erhielten eine gute Minute später durch Christina Ieradi einen erneuten Dämpfer.

Im Schlussdrittel erhöhten Ann-Kathrin Voog (51.) und Bernadette Karpf (55.) und machten Ingolstadts Sechs-Punkte-Wochenende perfekt.

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Tabelle

Planegg führt weiterhin die Tabelle an, während Memmingen und Ingolstadt an den spielfreien  Mannheim vorbeiziehen. Keine Veränderung gibt es auf den Plätzen fünf bis acht mit Berlin, Bergkamen und Schlußlicht Düsseldorf.

Vorschau

Am Samstag treffen sich Verfolger Ingolstadt und Memmingen zum Spitzenspiel, am Sonntag reist die DEG nach Mannheim, während Memmingen sein zweites Spitzenspiel hat, dieses Mal zu Hause gegen Planegg.

(Tim Sinzenich)

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