Women's League: Knappe Siege für Spitzenteams

16 Januar 2020
SIHF

(PM SIHF) Trotz klarer Führung in der Tabelle haben die beiden Spitzenteams Lugano Ladies und ZSC Lions am vergangenen Wochenende gemerkt, dass Ausruhen in der Masterround nicht drin liegt.

Diesen Eindruck bestätigt auch Lugano-Verteidigerin Nicole Bullo: «Jetzt müssen wir sehr konzentriert bleiben. Ich habe gemerkt, dass die anderen viel motivierter sind. Weil wenn sich die Wertung ändert, muss man auch den Rhythmus wechseln. Wir sind sehr motiviert und wir haben hart gearbeitet. Wir sind bereit.» Das hat ihr Team, die Lugano Ladies, auch gezeigt. In der Overtime schlagen sie den SC Reinach mit 3:2. Für den Game Winner ist Topscorerin Phoebe Staenz besorgt. Die Nationalstürmerin ist in ihrem letzten Spiel für die Tessinerinnen an allen drei Toren beteiligt. Liga-Topscorerin Staenz wechselt per sofort nach Schweden zu Lulea wie gestern bekannt wurde. 

Spektakel in Neuenburg

Ein wahres Torfestival kriegten die Zuschauer in Neuchatel zu sehen. Am Schluss gewinnt auch hier mit den ZSC Lions der Favorit. Die Neuchatel Hockey Academy macht den Zürcherinnen aber das Leben so schwer wie nur möglich. Die Neuenburgerinnen geben dabei aber eine Zwei- und eine Drei-Toreführung aus der Hand. «Nachdem wir mit ein paar Toren in Führung waren, wollten wir unbedingt weitere Tore erzielen. So haben wir es etwas verpasst einfach zu spielen und Zürich vor allem im Slot zu viel Platz gelassen», sucht Assistenz-Trainer Charly Oppliger Gründe für die fehlende Abgebrühtheit seines Teams.
Am Schluss schiesst Nationalstürmerin Lisa Rüedi etwas mehr als drei Minuten vor Schluss den entscheidenden Treffer. «Zürich ist immer gefährlich auswärts. Unsere kleinen Fehler haben sie sofort bestraft. Darum sind sie auch Leader», so Oppliger abschliessend.

Klarer Sieg für Bomo

Deutlicher geht es zwischen dem EV Bomo Thun und dem SC Weinfelden aus. Zumindest auf dem Papier. Die Thunerinnen gewinnen auswärts in Weinfelden mit 4:0, doch für den Head Coach des SC Weinfelden, Christian Oesch, zeichnen die nackten Zahlen kein akkurates Bild: «Es ist bitter 0:4 zu verlieren, wenn du 75 % Spielanteile hast. Im 1. Drittel hat der gegnerische Goalie alles gehalten, danach haben wir zwei Mal nicht aufgepasst und zwei Tore kassiert.» Jegliche Versuche der Weinfelderinnen sich ins Spiel zurückzukämpfen hätten dann nichts Zählbares erbracht. Für die fehlende Effizienz im Abschluss gibt es für den Coach nur ein Mittel: «Wir müssen die Tore auch im Training machen wollen. Wenn du sie dort machst, machst du sie auch im Match.»

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