Youth Olympic Games: Rückblick auf einzigartige Wettkämpfe

23 Januar 2020
SIHF

(PM SIHF) Gestern gingen die Youth Olympic Games in Lausanne im zu Ende. Beide Schweizer Eishockey-Teams blieben ohne Medaille. Trotzdem ziehen die Verantwortlichen von Swiss Ice Hockey ein positives Fazit.

Bei den jungen Athleten und Athletinnen wie auch bei den Verantwortlichen kam vor allem das neue Format 3on3 Mixed gut an. Erstmals im Programm, wurde hier in aus verschiedenen Nationen zusammengewürfelten Teams im Querformat 3vs3 Eishockey gespielt. Vier Schweizerinnen und Schweizer gingen mit Medaillen nach Hause: Nubya Aeschlimann (Gold), Angelina Hurschler (Silber), Jan Hornecker (Silber) und Valerie Christmann (Bronze).

Im 6-Team Turnier der U16-Auswahlen mussten die Schweizer Herren nach zwei Niederlagen in den Gruppenspielen das Turnier ohne Medaille beenden. Auch den Frauen erging es ähnlich. Diese schafften es aber bis ins Spiel um Bronze, wo es eine Niederlage gegen die Slowakei absetzte.

Zufriedene Delegationsleiterin

Trotzdem zieht die Delegationsleiterin von Swiss Ice Hockey, Daniela Diaz, im Interview ein positives Fazit.

«Es war ein sehr toller Event. Die Organisatoren haben etwas Unglaubliches auf die Beine gestellt. Sportlich hat es leider nicht ganz für eine Medaille gereicht. Trotzdem war es eine wichtige Erfahrung für die Athleten sich mit Gleichaltrigen zu messen, zu lernen den Fokus aufs Sportliche zu setzen in so einem kurzen Turnier und vor so vielen Zuschauern eine gute Performance hinzulegen. Das war eine sehr wichtige Erfahrung und daraus können die jungen Leute lernen und sich weiterentwickeln.»

Was war Dein persönliches Highlight?

«Schwierig zu sagen – es gab viele tolle Eindrücke hier vor Ort. Hervorzuheben aber sicherlich der 1. Match im 6-Team Turnier der Frauen. Es waren rund 6000 Zuschauer im Stadion und das machte mir Riesen-Freude für die Spielerinnen und das Fraueneishockey. Sie haben das Spiel gegen Tschechien im Penaltyschiessen gewonnen und viel Emotionen & Freude gezeigt.»

Wie fandest Du das neue Format Mixed 3on3?

«Vom Ausbildungsaspekt her ist das Format unglaublich toll. Es geht dabei ums Spielen und um die Freude am Eishockey. Innert weniger Tage musste aus Athleten aus verschiedenen Nationen ein Team wachsen und ein Teamspirit entstehen. Die Spieler mussten aus ihrer Komfortzone raus, eine andere Sprache reden, sich verständigen lernen mit ungewohnten Mitspielern. Aber die Athleten hatten riesige Freude daran, überall sah man strahlende Gesichter. Sie haben es richtig genossen.»

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Auch Lars Weibel, Director National Teams, von Swiss Ice Hockey, der mehrere Spiele vor Ort im Stadion besuchte, zieht ein durchaus positives Fazit vom ganzen Event. 

«Die Youth Olympics sind ein grossartiger Event für Nachwuchs-Athleten. Es hat sich angefühlt wie richtige, olympische Spiele – einfach mit jüngeren Sportlern. Diese konnten enorm wichtige Erfahrungen sammeln. Sie konnten sich mit den Weltbesten messen, aber auch – für viele zum ersten Mal – lernen wie es ist mit Drucksituationen, wie z.B. Zuschauer oder Medien, umzugehen.

Was ziehst Du für sportliche Erkenntnisse aus dem 6-Team Turnier beider Teams?

«Die Spiele haben uns gezeigt, wo die Weltspitze steht. Trotzdem haben sowohl Damen wie auch Herren anständige Resultate geschafft. Man hat mit den Topteams mitgehalten oder sie sogar geschlagen. Für mich war auch der Modus interessant – 3 Drittel à 15 Minuten, ein kleineres Team als sonst mit 15 Spielern und 2 Goalies. Zuerst war ich skeptisch, aber im Nachhinein muss ich meine Meinung revidieren. So hatten alle eine verantwortungsvolle Rolle und das Niveau war wahrscheinlich sogar höher.»

Was sind Deine allgemeinen Eindrücke vom Event?

«In Erinnerung bleibt mir die unglaublich gute und laute Stimmung. Es hatte viele Schulklassen, Vereine und Familienangehörige im Stadion. Eine bessere Stimmung gibt es fast nicht und die Spiele waren beste Werbung für Eishockey, den Nachwuchs, aber auch für Lausanne als Hockey-Standort mit der tollen, neuen Halle.»

Was ist Deine Meinung zum erstmals durchgeführten 3on3 Mixed Format?

«Es war sehr spektakulär zum Zuschauen – mehr Skills als Taktik. Die Form unterstreicht die Schnelligkeit und die attraktiven Merkmale des Eishockeys. Und sie passt auch gut zum olympischen Gedanken eines Miteinanders.»

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