SWHC Final Four: ZSC Lions sind Cupsieger

26 Januar 2020
SIHF

(PM SIHF) Den ZSC Lions Frauen gelingt am Final Four Weekend des Swiss Women’s Hockey Cup in Langenthal die erfolgreiche Titelverteidigung. Im Final schlagen die Zürcherinnen den SC Reinach mit 5:2.

Als Underdog in die Partie gestartet, schafft der SC Reinach aber lange den ZSC Lions ein ausgeglichenes Spiel zu liefern. Die beiden Teams geben von Beginn weg Gas ohne grosses Abtasten. Das 1:0 für die ZSC Lions durch Isabel Waidacher fällt dann nach 16 Minuten. Doch Reinach – ohne den verletzten Captain Rahel Enzler angetreten - zeigt Moral und will unbedingt noch vor der Pause den Ausgleich erzwingen. Was Routinier und «Jakob Star Player» Julia Marty 16 Sekunden vor Schluss auch macht.

Und Reinach kommt geladen aus der Pause. 37 Sekunden sind im 2. Drittel gespielt und da jubeln die zahlreichen Reinacher Fans schon wieder. Andrea Fischer trifft zum 2:1 für die Aargauerin. Bahnt sich hier eine Überraschung an? Natistürmerin Lisa Rüedi liefert für den ZSC vorerst die Antwort auf die Frage. Und nur etwas mehr als eine Minute später setzt Dominique Rüegg noch einen drauf. Im Powerplay trifft sie zum 3:2. Nach diesem Doppelschlag drehen die Titelverteidigerinnen immer mehr auf. Das 4:2 von Linn Fäsch ist dann so etwas wie die Vorentscheidung.

Kein Comeback von Reinach

Reinach kommt zwar motiviert aus der Kabine und kriegt auch etwas Schützenhilfe von zwei der drei Waidacher-Schwestern auf Seiten der Zürcherinnen. Zweimal Isabel und einmal Nina geben den Reinacherinnen mit Strafen die Chance ins Spiel zurückzukehren. Da schlägt nun aber die Stunde von ZSC-Goalie Caroline Baldin, welche sich nicht mehr bezwingen lässt. Das 5:2 ins leere Tor von Dominque Rüegg ist dann noch die Zugabe.

Somit gewinnen die Lions Frauen zum dritten Mal in Serie den Swiss Women’s Hockey Cup. Ein weiterer Titel für eine Vorzeige-Organisation im Frauen-Eishockey.

Lugano gewinnt Bronze

Bereits am Mittag spielten die Ladies Lugano und Bomo Thun um die Bronze-Medaille. Der «kleine Final» entwickelt sich schnell zu einer packenden Partie und bester Werbung fürs Frauen-Eishockey. Nach dem 1. Drittel scheint sich Favorit Lugano wie erwartet mit 3:1 abzusetzen. Doch dann schlagen die Thunerinnen zurück, gleichen die Partie im 2. Drittel aus und gehen kurz nach Wiederbeginn ins 3. Drittel sogar mit 4:3 in Führung. Sowohl den Ausgleich als auch den Führungstreffer erzielt «Jakob Markt Star Player» Tina Brand – die beste Thuner Scorerin im Cup.

Lugano kämpft sich aber noch einmal ins Spiel. Rekord-Nationalspielerin Nicole Bullo trifft im Powerplay mit einem satten Slapshot von der blauen Linie zum 4:4. Danach folgt eine wilde Schlussphase. Beide Teams haben Chancen die Partie zu entscheiden. Das Gleiche gilt für die Verlängerung. Hier sind es vor allem die Ladies Lugano welche den Game Winner einige Male auf dem Stock haben. Saskia Maurer im Bomo-Tor zeigt aber wie gestern mehrere Big Saves und rettet ihr Team ins Shootout.

Auch dort steht es nach je fünf Schützinnen immer noch Unentschieden – je zweimal treffen die beiden Teams. Nach einem Save von Giulia Mazzochi ist es bei den Ladies Lugano die erfahrenste Spielerin auf dem Feld, die anläuft. Und Nicole Bullo lässt sich nicht zweimal bitten. Sie verlädt Saskia Maurer und läutet fliegend – wie dereinst Bobby Orr – die Jubelstürme der Tessinerinnen ein. Nach der Silbermedaille im letzten Jahr, gehen die Ladies Lugano also dieses Mal immerhin mit Bronze nach Hause.

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