Frauen-Nati: 2:1-Erfolg über Deutschland

07 Februar 2020
SIHF

(PM SIHF) Die Schweiz schlägt Deutschland zum Auftakt der EHT-Finals im schwedischen Eksjö mit 2:1. Sinja Leemann und Dominique Rüegg sicherten mit ihren Treffern die 3 Zähler während Goalie Saskia Maurer 20 der 21 Schüsse auf ihr Tor abwehren konnte.

In den Duellen der beiden Erzrivalen geht es meist knapp zu und her. Und das sollte sich auch im neuen Jahrzehnt nicht ändern. Ein Spiel mit dem besseren Chancenverhältnis zu Gunsten der Schweizerinnen blieb stets eng und hätte jederzeit noch zur anderen Seite kippen können. Nach je 2 verpassten Powerplaychancen auf beiden Seiten stellten sich die Treffer erst im Mitteldrittel ein. In der 24. Minute eroberte Phoebe Staenz die Scheibe an der eigenen blauen Linie und flog auf dem rechten Flügel in Richtung deutsches Drittel. Sinja Leemann zog den Rush mit und distanzierte ihre Verteidigerin so, dass sie im Slot angespielt werden konnte. Ihrem Handgelenkschuss ins die hohe Ecke war die erneut starke Jenny Harss im Kasten der Nachbarinnen nicht gewachsen.

Dass die Schweizerinnen nicht auf 2:0 davonziehen konnten lag oft an der deutschen Schlussfrau. Und die Geduld zahlte sich für die Deutschen aus als sie im 4. Powerplay dann doch noch trafen. Eine Minute spielten sie in der Zone bevor Gleissners Handgelenkschuss ab der blauen Linie den Weg durch die Ausrüstung Maurers fand und gemächlich über die Linie kullerte.

Mehr sollte es jedoch nicht werden, blieb das Heft doch weiterhin mehr in Schweizer als in deutscher Hand. So war es denn Dominique Rüegg, welche in der 52. Minute dem Spiel den Schlussstand gab als sie im Gewühl vor dem deutschen Tor zum 2:1 aus Sicht der Schweizerinnen abstaubte. Lara Stalder, welche hernach zur besten Schweizer Spielerin ausgezeichnet wurde, hatte zuvor eine Scheibe in der Ecke abgefangen und zu Evelina Raselli geleitet. Ihr Ablenker markierte die Vorlage für Rüeggs Siegestreffer.
Danach brachte die Schweiz das Spiel gut über die Runden, verhinderte mit gutem Forechecking dass Harss einer sechsten Feldspielerin Platz machen konnte. Die Chance kam erst drei Sekunden vor Schluss nach einem Icing der Schweizerinnen. Captain Evelina Raselli wusste das Bully jedoch geschickt in den leeren Raum zu gewinnen und verhinderte einen finalen Schuss auf das Schweizer Tor.

Die Eisgenossinnen spielen am Freitag um dieselbe Zeit gegen Finnland um den Gruppensieg und spielen im Turnier sicher um die vorderen 4 Ränge. Dies nachdem gestern Finnland Deutschland mit 3:1 besiegen konnte.
In der Gruppe B in Tranas schlug Gastgeber Schweden Russland am ersten Tag und verlor heute gegen Tschechien erst im Penaltyschiessen. Die Sbornaja ist damit bereits aus dem Rennen für den Turniersieg. Tschechien kann noch alle Plätze erreichen. Im besten Fall den Turniersieg, im schlechtesten Fall den 6. Rang. Die Entscheidung in welche Richtung es geht fällt morgen im Direktduell gegen Russland. 

Deutschland – Schweiz 1:2 (0:0, 1:1, 0:1)

Eksjö / Storegardshallen - Zuschauer - SR. Nurmi, Furberg (Hammer, Johansson)

Tore: 24. Leemann (Staenz, Stalder) 0:1. 36. Gleissner (Delarbre, N. Eisenschmid; Ausschluss Rüegg) 1:1. 52. Rüegg (Raselli, Stalder) 1:2.

Strafen: 4 x 2 Minuten gegen die Schweiz, 2 x 2 Minuten gegen Deutschland.

Schweiz: Maurer; Wetli, Christen; Bullo, Vallario; Forster, Sigrist; Thalmann, Hofstetter; Stalder, Leemann, Staenz; Rüegg, Raselli, Ryhner; Schlegel, Rüedi, Laura Zimmermann; Merz, Lutz, Frey.

Bemerkungen: Schweiz ohne Spies (Ersatz). Best Player Schweiz: . Schussverhältnis: 18:21 gegen die Schweiz. Erste A-Länderspiele für Caroline Spies, Mara Frey und Zoe Merz.

 

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