Women's League: Ausgeglichenes erstes Playoff-Wochenende

25 Februar 2020
SIHF

(PM SIHF) In den beiden Halbfinal-Serien der Women’s League wurden am Wochenende je zwei Spiele ausgetragen. Sowohl zwischen den ZSC Lions Frauen und dem SC Reinach als auch zwischen dem HC Ladies Lugano und der Neuchâtel Hockey Academy steht es 1:1.

Diese Ausgeglichenheit ist doch zumindest im Fall der Serie zwischen dem Quali-Sieger ZSC Lions und dem SC Reinach eine kleinere Überraschung. Speziell der 3:0 Auswärtssieg der Aargauerinnen im 1. Spiel am Samstag. Die letzten drei Spiele der Masterround zwischen diesen beiden Teams hatten die Löwinnen jeweils zu Null gewonnen. Noch überraschender: die ZSC Lions Frauen bleiben zum ersten Mal überhaupt in dieser Meisterschaft ohne Tor. Alle drei Tore des SC Reinach fallen im 2. Drittel, zwei davon in Überzahl. «Es war ein harter Kampf und ein harziges 2. Drittel von uns, das zur Niederlage führte. Heute hat es einfach nicht gepasst. Aber die erste Niederlage nach 14 Siegen ist für uns sicher ein Weckruf», so die kanadische ZSC-Verteidigerin Anthea Lasis nach dem Spiel.

Zumindest die eigentlich potente Offensive der Zürcherinnen schien den Weckruf aber auch in Spiel 2 auswärts in Reinach verpasst zu haben. In den ersten 40 Minuten des Spiels fallen keine Tore. Und nach knapp sieben Minuten im 3. Drittel ist es Rahel Enzler, die Reinach in Führung schiesst. Jetzt klingelt der Wecker dann doch noch. Innert drei Minuten drehen Nina Waidacher und Lisa Rüedi für den ZSC das Spiel. Der Empty-Netter von Nina Waidacher besiegelt dann den Ausgleich in der Serie. Die «Best of 5»-Serie ist nun aber so richtig lanciert und man kann auf die Fortsetzung am kommenden Wochenende gespannt sein.

Enge Kiste zwischen Lugano und Neuchâtel

Ähnlich spannend und eng geht es auch im anderen Halbfinal zwischen dem HC Ladies Lugano und der Neuchâtel Hockey Academy zu und her. Ein torarmes Heimspiel gewinnen die Tessinerinnen dank zwei Toren von Captain Romy Eggimann mit 2:1. Die Neuenburgerinnen bremsen sich vor allem mit vielen Strafen gleich selber. «Es war eine sehr ausgeglichene Partie mit vielen Chancen für beide Teams. Das Glück war nicht ganz auf unserer Seite», so NHA-Präsidentin Laure Aeschlimann.

Die Gratwanderung zwischen Playoff-Intensität und dem Gang auf die Strafbank gelingt der NHA dann im 2. Spiel am Sonntag deutlich besser. Wieder können sich vor allem die beiden Torhüterinnen auszeichnen. Das einzige Tor der Partie zum 1:0 Sieg für Neuchâtel erzielt Margot Desvignes zu Beginn des 3. Drittels. Eine wichtige Antwort und der Ausgleich in der Serie. «Wir haben es noch nie über das Halbfinale hinaus geschafft. Die Final-Quali wäre unglaublich und dann kann alles passieren», erklärt Laure Aeschlimann die Motivation ihres Teams.

Thun mit Vorteil in Playout

Im ersten Spiel der Playout-Serie zwischen Bomo Thun und dem SC Weinfelden haben die Berner Oberländerinnen die Nase vorn. Das wichtige erste Tor der Partie erzielt Kamila Wieczorek bereits nach zwei Minuten: «Es war ein wichtiges Tor für mich. Die Girls haben danach an sich geglaubt und wir haben nicht mehr viele Fehler gemacht.» Am Schluss gewinnen die Thunerinnen mit 3:1 und legen somit in der «Best of 5»-Serie erfolgreich vor.

Der Verlierer dieser Serie muss sich dann gegen den Meister der SWHL B in die Liga-Qualifikation. Den Playoff-Final in der SWHL B bestreiten die SC Langenthal Damen und die GCK Lions Frauen.

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