Women’s League: Neuchâtel Hockey Academy und ZSC Lions im Final

02 März 2020
SIHF

(PM SIHF) In der Women’s League gehen am vergangenen Wochenende beide Viertelfinal-Serien zu Ende. Qualisieger ZSC Lions Frauen setzt sich wie erwartet gegen den SC Reinach mit 3:1 durch. Etwas überraschender kommt das 3:1 in der Serie von der Neuchâtel Hockey Academy gegen die Ladies Lugano.

Die Tessinerinnen waren zumindest als leichter Favorit in die Serie gestartet, konnten das 1. Spiel auch gewinnen. Dann kommen die Probleme mit dem Tore schiessen. In Spiel 2 + 3 gelingt Neuchâtel je ein Shutout. Goalie Nina Paiva lässt über 120 Minuten keinen Schuss durch und führt ihr Team so am Samstag zum ersten Sieg des Wochenendes, auswärts in Lugano. Am Schluss steht es 3:0 für Neuchâtel. Ein herber Dämpfer für die Ladies Lugano, welche nun mit dem Rücken zur Wand in die Westschweiz reisen müssen.

Gestern Sonntag entwickelt sich dann eine packende Partie. In einem ständigen Hin und Her schafft es das in Führung liegende Team nie davonzuziehen. Der Ausgleich zum 3:3 Mitte des 3. Drittels durch Ophélie Ryser sorgt für ausgeglichene Verhältnisse in der Schlussphase. In der folgenden, 20-minütigen Overtime fallen keine Tore. Ein Penaltyschiessen muss entscheiden. Und hier ist es erneut NHA-Torhüterin Nina Paiva, welche den Unterschied ausmacht. Sie stoppt alle fünf Penalties der Ladies Lugano. Die Tschechin Simona Studentova trifft für Neuchâtel und somit ist die Überraschung perfekt. Neuenburg zieht in den Final ein – zum ersten Mal überhaupt in der Vereinsgeschichte. Der amtierende Meister aus Lugano muss im Halbfinal die Segel streichen.

ZSC Lions Frauen wollen 7. Meistertitel

Der andere Finalteilnehmer entspricht eher den Erwartungen. Zum 11. Mal in Serie stehen die Zürcherinnen im Final. Nach der Niederlage letztes Jahr gegen Lugano ist Wiedergutmachung angesagt. Zuerst mussten die Löwinnen aber die Hürde SC Reinach aus dem Weg räumen. Ein unangenehmer Gegner, der die ZSC Lions Frauen in dieser Saison schon einige Male hart gefordert hat. Auch in dieser Serie war die Bilanz nach dem ersten Wochenende ausgeglichen. Genau so ging es am Samstag weiter. Erst im 2. Drittel fallen die ersten Tore. Das 1:0 von Lisa Rüedi für den ZSC kann Julia Marty zehn Minuten später in Unterzahl ausgleichen. Mit diesem Spielstand geht es schliesslich in die Verlängerung und auch ins Penaltyschiessen. Dort trifft von zehn Schützinnen nur eine: Nina Waidacher. Sie sichert dem ZSC den ersten Matchpuck in der Serie.

Doch Reinach ergibt sich auch gestern Sonntag nicht kampflos. Erneut ist die Partie hart umkämpft, die beiden Teams schenken sich nichts. In Unterzahl ist es Isabel Waidacher, welche Zürich in Führung bringt. Doch Reinach-Captain Rahel Enzler liefert im 2. Drittel die Antwort. Wie schon am Tag zuvor geht die Partie völlig ausgeglichen ins 3. Drittel. Eine Verlängerung braucht es dieses Mal aber nicht. Nina Waidacher erzielt in der 55. Minute ihr drittes Tor in dieser Serie. Diesen Rückstand können die Aargauerinnen nicht mehr aufholen. Somit entscheidet die gleiche Spielerin beide Partien an diesem Wochenende für die ZSC Lions Frauen.

Die Favoritenrolle im Final ist klar verteilt. In dieser Saison hat es die Neuchâtel Hockey Academy in der Meisterschaft noch nicht geschafft die ZSC Lions Frauen zu bezwingen. Das erste Finalspiel findet am 7. März statt, die ZSC Lions haben Heimrecht.

Playout: Bomo sichert den Ligaerhalt

In der Playout-Serie sorgt Bomo Thun gegen den SC Weinfelden am vergangenen Wochenende für klare Tatsachen. Die Thunerinnen gewinnen die beiden Spiele 6:2 und 8:1 und sichern sich somit den Ligaerhalt und eine weitere Saison in der Women’s League.

Der SC Weinfelden muss nun in die Ligaqualifikation gegen den Meister der SWHL B. Dort gewinnt der SC Langenthal gestern Spiel 1 gegen die GCK Lions Frauen mit 4:0. Die weiteren Spiele der Serie finden am kommenden Wochenende statt. Die Ligaqualifikation startet dann am 14. März.

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