Franziska Busch stimmt U18-Frauen bei erstem Lehrgang auf Weg zur WM ein

10 August 2020
Julian Kröhl

(PM DEB) U18-Frauen-Bundestrainerin lobt Engagement: „Alle haben super mitgezogen“

Franziska Busch lässt sich von den Widrigkeiten der Corona-Pandemie nicht abschrecken. „Wir geben Vollgas und bereiten uns so vor, dass alles hinhaut“, sagt die U18-Frauen-Bundestrainerin mit Blick auf die gut viereinhalb Monate bis zur U18-WM im Januar 2021 in Schweden. Teil eins dieser Vorbereitung liegt hinter ihr und ihrem Team, zwischen 5. und 9. August hatte die 34-Jährige die Mannschaft zum ersten Lehrgang der neuen Saison am Bundesstützpunkt in Füssen versammelt. „Alle haben super mitgezogen. Sie wissen, worum es geht, sie wissen, dass bis zur WM nicht viel Zeit ist“, resümiert Busch.

Beim Saisonhöhepunkt in Linköping tritt die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. als Aufsteiger an, nachdem im Januar dieses Jahres der Sprung in die Top-Division geglückt war. Aber in einer Außenseiterrolle in der Gruppe mit Schweden, Tschechien und der Schweiz sieht Busch ihre Mannschaft dennoch nicht zwingend.  „Einer der ersten beiden Plätze ist das Ziel, um die Spiele mit der Top-Gruppe zu erreichen. Das ist absolut realistisch“, sagt die frühere Nationalspielerin und Olympia-Teilnehmerin von Turin (2006) und Sotschi (2014): „Wir wissen, was wir können.“

Etwa die Hälfte des Kaders aus dem Aufstiegsjahr hat sie wieder zur Verfügung, was den Start durchaus erleichtert und Busch nicht bei null anfangen lässt. „Wir haben auf einem guten Niveau begonnen und viele der Grundlagen aus der letzten Saison noch übernehmen können“, berichtet die Trainerin. Und auch die aktuell üblichen Verhaltensmaßnahmen hielten die Spielerinnen um Verteidigerin Ronja Hark diszipliniert ein.

Allerdings hat auch Busch schon erfahren, dass in einer Situation, die noch niemand zuvor erlebte, Improvisationskunst gefragt ist. Eigentlich hätte Ende August ein Turnier in der Slowakei als Leistungsvergleich dienen sollen, die aktuelle Lage lässt dies aber nicht zu und daher sieht sie ihre Mannschaft aller Voraussicht nach erst wieder im November, wenn in Füssen eine Maßnahme mit Länderspielen gegen Österreich vorgesehen ist. „Wir hoffen, dass alle Lehrgänge stattfinden. Der Plan, wie wir uns strukturieren, der ist im letzten Jahr schon gut aufgegangen“, sagt Busch. Im Dezember käme dann im Vorfeld der unmittelbaren WM-Vorbereitung noch ein Vier-Nationen-Turnier („Eine gute Standortbestimmung.“)  hinzu.

Einstweilen hält Busch mit Videomeetings zu ihren Spielerinnen Kontakt und möchte sie regelmäßig im Wettkampf beobachten, wenn der Spielbetrieb im Nachwuchs und der Frauen-Bundesliga regulär beginnt. Generell hält Busch es für wichtig, dass die Sportlerinnen „dort spielen, wo sie genügend Eiszeit bekommen.“ Ob in der Frauen-Bundesliga („sehr gutes Niveau für Nachwuchsspielerinnen“) oder der DNL („in einer Jungsmannschaft musst du dich als Mädchen jedes Mal voll bewiesen“) ist dann eher nachrangig.  „Das Gesamtpaket muss stimmen“, sagt Busch – gerade in Bezug auf Schlüsselsituationen wie Überzahl und Unterzahl. Davon profitiert dann letztlich auch das U18-Nationalteam.

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