Goalie-Camp der Frauen-Nationalmannschaft – Franziska Busch: „Eine gute Bestandsaufnahme zum Beginn der Saison“

05 Oktober 2020

(PM DEB) Vom 1. bis 4. Oktober versammelten die Torwarttrainer der Frauen-Nationalmannschaften – U16 Sascha Rogoza, U18 Viona Harrer und A-Nationalmannschaft Jan Kamenik – sowie U18-Frauen-Bundestrainerin Franziska Busch neun Perspektiv-Torhüterinnen zu einem speziellen Goalie-Camp am Bundesstützpunkt in Füssen. Ein ganz wichtiger Punkt dieses Lehrgangs war es, wie Franziska Busch verdeutlichte, „den jungen Athletinnen zu zeigen, dass es auch in dieser Situation eine Möglichkeit gibt, sich zu zeigen“. Busch und Kamenik schildern, worauf es in den vier Tagen in Füssen besonders ankam.

Grundidee hinter dem Lehrgang:

Franziska Busch, U18-Frauen-Bundestrainerin: „Der Torhüter ist eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Position im Eishockey. Im Nachwuchs sind relativ viele Spielerinnen im Tor, die auch gut sind – oftmals auch besser als die Jungs – und viel Spielpraxis bekommen. Jetzt war die Idee, dass wir uns einerseits einen generellen Eindruck verschaffen wollen, was nachkommt und wie die Torhüterinnen ausgebildet sind. Natürlich stellt man da auch Vergleiche an und versucht Tendenzen zu erkennen. Auf der anderen Seite wollen wir den Spielerinnen auch mit auf den Weg geben, was wir von ihnen erwarten und welche Anforderungen es gibt. Aber sie sehen auch, dass wir nicht nur reden und fordern, sondern sie aktiv abholen und an ihrer Ausbildung mitarbeiten.“

Jan Kamenik, Torwarttrainer Frauen-Nationalmannschaft: „Letztes Jahr haben Sascha Rogoza, Viona Harrer und ich für unsere U16 und U18 ein Anforderungsprofil erstellt, nach dem wir uns richten. Mit Fragen wie: Was erwarten wir? Was macht es aus, eine Nationaltorhüterin zu sein? Welche besonderen Anforderungen sind für die Torhüterposition notwendig? Durch diesen Lehrgang konnten wir uns einen Überblick über die Kandidatinnen für die U16 und U18-Nationalmannschaft verschaffen. Außerdem wollen wir Anforderungen und Erwartungen mitgeben, mit denen die Torhüterinnen im Verein arbeiten können. Alle haben das Ziel Nationalmannschaft und wir wollen sie unterstützen dort hinzugelangen, indem wir ihnen zeigen, was sie dafür leisten müssen.“

Sportlicher Inhalt des Lehrgangs:

Kamenik: „Die Athletinnen hatten einen straffen Zeitplan. Neben zwei Eiseinheiten pro Tag wurden noch Athletiktests sowie Athletikeinheiten durchgeführt. Zudem wurde Off-Ice auch torhüterspezifisch gearbeitet mit Einheiten zur Hand-Augen-Koordination und für die Beweglichkeit. Am Abend stand dann zusätzlich noch Videoanalyse des Eistrainings auf dem Programm. Außerdem gibt es natürlich ein ausführliches Feedback an die Torhüterinnen selbst, und wenn vorhanden sogar mit dem Torwarttrainer im Verein, um einen guten Austausch über die Anforderungen zu schaffen. Speziell der Bereich Athletik wurde intensiv besprochen und bearbeitet. Im Bereich der A-Nationalmannschaft hat man gesehen, dass dieser Bereich die größte Baustelle ist. Die Athletik hat sich nicht nur bei Feldspielern verändert. Das Spiel ist schneller geworden und die Anforderungen sind höher als noch vor einigen Jahren. Auch im Speziellen auf der Position der Torhüter.“

Unterschied von einem Goalie-Camp zu einem normalen Lehrgang:

Kamenik: „Es ist eine andere Arbeit als bei einem Lehrgang mit Feldspielern. Dort hat man nur zwei oder drei Torhüter, aber man hat auch weniger Zeit, spezifisch zu arbeiten. Bei diesem Lehrgang mit drei Torwarttrainern für neun Torhüter konnte man sehr intensiv arbeiten und den Goalies viel Input mit auf den Weg geben. Wichtig waren auch die Theorieeinheiten jeden Abend, in denen man sich nochmal abseits des Eises austauschen konnte.“

Fazit des Lehrgangs:

Busch: „Die jungen Torhüterinnen hatten die Chance, die Anforderungen der einzelnen Trainer mitzubekommen. Anhand derer konnte ihnen ein Eindruck vermittelt werden, worauf es ankommt, um Nationaltorhüterin zu werden. Es war eine gute Bestandsaufnahme zum Beginn der Saison. Nun wird es spannend sein zu sehen, wie diese jungen Torhüterinnen sich entwickeln und das umsetzen, was ihnen mit auf den Weg gegeben wurde.“

Beim Lehrgang dabei waren:

Chiara Schultes (1.EV Weiden), Theresa Brunner (Deggendorfer SC), Anna Schiffer (Krefelder EV 81), Mirja Kaschytza (Kölner EC), Sara Magdalena Brammen (Iserlohner EC), Mia Kettner (EC Bad Tölz), Caroline Schramm (VER Selb), Phoebe Reichert (Löwen Frankfurt), Miriam Siebert (Starbulls Rosenheim)

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