Ein Zwischenfazit der deutschen Eishockey Frauen Bundesliga

21 Januar 2021
Marcel Tschamke Fotografie

(PM DEB) „Gutes Niveau“, „sportlich interessant“ und nur relativ wenige Spielausfälle: Die Saison in der Frauen-Bundesliga läuft unter den sehr komplizierten Bedingungen bislang bemerkenswert störungsfrei und bietet besonders an der Spitze einen durchaus spannenden Wettbewerb. Nach gut der Hälfte der Spielzeit seit dem Saisonstart im Oktober resümiert U18-Frauen-Bundestrainerin Franziska Busch.

„Die Mannschaften gehen mit der Situation sehr gut um. Es ist ein gutes Niveau unter den Mannschaften. Es ist sehr ausgeglichen – und das macht die Sache sportlich sehr interessant. Es ist genau das was wir uns wünschen, eine ausgeglichene Bundesliga“, sagt sie.

Nach ihrer Meinung machen die Teams das Bestmögliche aus den aktuellen Gegebenheiten und die Spielerinnen haben sich schnell an die etwas anderen Bedingungen gewöhnt. Alle Beteiligten seien froh, dass aufgrund des Profiligastatus gespielt werden darf. Der ERC Ingolstadt führt vor den ECDC Memmingen Indians und dem ESC Planegg-Würmtal die Tabelle an. Mit Nicola Eisenschmid und Marie Delarbre vom ERC Ingolstadt führen außerdem zwei Nationalspielerinnen die Topscorer der Liga an. Die Vereine an der Tabellenspitze waren laut Busch auch dort zu erwarten. „Ingolstadt ist eine sehr ausgeglichene und starke Mannschaft“. Aber keine Mannschaft auf den oberen Rängen ist ungeschlagen, „das heißt, da kann alles passieren“, äußert Busch. Der Kölner EC „die Haie“, der Aufsteiger in dieser Saison, welcher den siebten und letzten Platz der Tabelle belegt, hat nach Buschs Einschätzung die Anfangszeit gebraucht, um sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen.  

„Köln hat sich meiner Meinung nach inzwischen nach einer Eingewöhnungszeit an die Bundesliga gewöhnt und ich denke, sie sind jetzt in der Bundesliga angekommen.“

Mit Blick auf die WM im April, das Olympia-Qualifikationsturnier im November dieses Jahres und die zuletzt abgesagten Länderspiele gegen die Schweiz im vergangenen Dezember sieht Busch auch die Frauen-Nationalmannschaft vor besondere Herausforderungen gestellt: „Uns fehlen leider die internationalen Vergleiche, wir hätten vor Weihnachten gerne gegen die Schweiz gespielt. Deswegen ist es schwierig es im Moment einzuordnen. Was sich sagen lässt ist, wir arbeiten hart und sind vorbereitet. Wie das jetzt im internationalen Vergleich aussieht, ist ganz schwer zu sagen.“

Im November des vergangenen Jahres wurde zur Wiederaufnahme der Frauen-Bundesliga nach der Unterbrechung entschieden, den Spielmodus aufgrund der aktuellen Lage anzupassen. Es wird statt Playoffs, erstmals ein Entscheidungsturnier um den Titel geben. Wo dieses Entscheidungsturnier stattfindet, steht noch nicht fest, terminlich wird es aber wohl das Wochenende vom 20./21. März 2021 sein. Die ersten Vier der Tabelle treten samstags im Halbfinale gegeneinander an, am Sonntag werden Platz drei und das Finale ausgespielt. Es besteht jedoch die Möglichkeit das Turnier auch eine Woche früher auszutragen, die Planungen hierzu sind in den finalen Zügen.

Abgesehen von ein paar wenigen Spielabsagen aufgrund der Corona-Pandemie, „kommen wir erstaunlich gut durch die Saison“, erklärt DEB-Ligenleiter Markus Schubert. Zudem äußert er, dass es ausreichend Ausweichtermine für ausgefallenen Spiele gebe und zeitlich ausreichend Puffer eingeplant sei. „Wir haben flexibel auf diesen Lockdown im November reagiert und es läuft richtig gut. Ich bin zuversichtlich, dass es diese Saison einen Meister aus der Frauen Bundesliga geben wird.“

Marcel Tschamke Fotografie

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