Mannheim und Berlin teilen Punkte im Duell um Platz 4

25 Januar 2021
Mad Dogs Mannheim-Frauen

(PM Mad Dogs Mannheim-Frauen) Sechs Punkte und gleichzeitig null Punkte für die direkten Konkurrentinnen winkten den Siegerinnen beider Spiele: Das wussten beide Teams, geht es doch langsam auf die Zielgerade des Zweikampfs um den begehrten vierten Rang, der zur Teilnahme am Final Four-Turnier berechtigt. Die Mad Dogs hatten zwar mit 27 Zählern elf Punkte Vorsprung auf die Eisbärinnen, doch letztere haben fünf Spiele weniger absolviert und das – zumindest was den aktuellen Tabellenstand angeht – leichtere Restprogramm.

Die Berlinerinnen schienen dies zu Beginn der ersten Partie aber besser verinnerlicht zu haben und investierten mehr im ersten Abschnitt. Und wer gegen Berlin spielt, sollte die konterstarke Emily Nix und ihre Torgefährlichkeit auf dem Zettel haben. Dies gelang den Mad Dogs nicht immer und wurde mit zwei Toren in der 6. und 16. Minute bestraft, als Nix nur noch Torfrau Tatjana Pfeifer vor sich hatte und überwand. Der durchaus verdiente 0:2-Rückstand ließ die Mannheimerinnen aber nicht zurückstecken, sondern mehr und mehr im Spiel ankommen.

Die Pause nutzte Mannheim zum Schwung nehmen und begann verstärkt zu drücken, und so fiel der 1:2-Anschlusstreffer nach 28 Minuten durch Alex Woken. Ein Ausgleich wäre nicht unverdient gewesen, investierte in diesem Drittel Mannheim mehr. Doch die gefährlicheren Gelegenheiten hatte Berlin, und so baute Thea-Marleen Bartell in der 37. Minute den Vorsprung auf zwei Tore aus. Spätestens jetzt erreichte das Spiel eine hohe Betriebstemperatur, und es wurde verbissen um die Scheibe gekämpft. Auch die Anspannung und Nickligkeiten nahmen zu.

Im letzten Drittel steckten die Mannheimerinnen nicht auf und drängten auf den Ausgleich, aber es fehlte an Effizienz, und auch die Eisbärinnen stemmten sich gegen den Druck und kamen wie ihre Gegenüber zu einigen Gelegenheiten. Zeigte Mannheim im ganzen Spiel starke Unterzahlspiele, so beeindruckten die Eisbärinnen ab der 52. Minute in zunächst 22 Sekunden einfachem und dann über anderthalb Minuten doppeltem Überzahlspiel. Die Gastgeberinnen gaben zwar einige Schüsse in Richtung Eisbären-Gehäuse ab, doch die Berlinerinnen antworten immer wieder mit Entlastungsschüssen. Auch als kurz vor dem Ende die Mad Dogs ihre Torfrau aus dem Gehäuse nahmen, wollte dennoch kein Tor gelingen

Im zweiten Spiel wollten die Gastgeberinnen die Scharte vom Samstag auswetzen und legten mit noch mehr Laufbereitschaft los, als sie den Vortag beendet hatten. Und dieses Mal passte man besser auf Emily Nix auf. Eine sehr gute Chance ergab sich in der 12 Minute für Alex Woken, doch vorerst blieb es torlos. Dies änderte sich drei Minuten später, als Mathilde De Serres den Puck aus einem Knäuel von Spielerinnen befreien konnte, gemeinsam mit Laura Brückmann loszog und Brückmann vor dem Eisbären-Tor nicht lockerließ und zur Führung nachsetzte. Das Spiel wurde nun ruppiger auf beiden Seiten. Berlin drängte auf den Ausgleich, doch konnten alle Versuche vereitelt werden.

Das zweite Drittel blieb zwar torlos, aber dennoch ungemein spannend, boten beide Teams ein intensives Spiel. Sehr gute Chancen gab es auf beiden Seiten der Eisfläche, zum Beispiel in der 28. Minute für die Eisbärinnen mit einer Zwei-auf-Null-Situation. Doch nicht nur dieses Mal war spätestens bei der sehr gut aufgelegten Torhüterin Svenja Laue Endstation, die weitere gefährliche Chancen der Gäste entschärfte, zum Beispiel sechs Minuten später mit einem starken Doppel-Save. Gleich drei zu eins Strafen setzte es für die Mad Dogs im Mitteldrittel, doch kein Team konnte die numerische Überzahl in ein Tor umsetzen. Und weder der mächtige Druck der Eisbärinnen In den letzten fünf Minuten noch die Mannheimer Konter schlugen sich auf dem Scoreboard nieder.

Mit der knappen Mannheimer Führung ging es in den Schlussabschnitt, die Eisbärinnen setzten ihren Drang fort, und vier Minuten nach Drittelbeginn kam Thea-Marleen Bartell alleine gefährlich vors Tor. Zwei Minuten später setze sich Alex Woken gegen ihre Gegenspielerinnen durch und verwandelte im Fallen zum 2:0. Dies hielt die Eisbärinnen keineswegs davon ab, auf den Ausgleich zu drängen, auch nicht als knapp vier Minuten später Malina Huerkamp nach Vorlage von Michele Mohr einschob und auf 3:0 hochschraubte. Zumindest zum Anschlusstreffer durch die freistehend von Annabelle Sterzik angespielte Nina Kamenik reichte es noch.

Die Ergebnisse des Wochenendes spiegeln das wie in der Vorsaison enge Rennen beider Teams um den vierten Platz wider, das allein noch für einige Spannung auf der Zielgeraden sorgen dürfte.

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