Women's League: Favoriten gehen im Playoff-Halbfinal in Führung

01 März 2021
SIHF

(PM SIHF) Am vergangenen Samstag starteten die vier Playoff-Teilnehmer der Women’s League in die Halbfinals. In beiden Serien gingen jeweils die Favoriten aus Zürich und Lugano bereits mit 2:0 in Führung. Alle vier Spiele waren aber denkbar knapp.

Die Qualifikationssiegerinnen ZSC Lions Frauen gingen als klarer Favorit in die Halbfinal-Serie gegen Bomo Thun. Die Zürcherinnen wurden dieser Rolle am ersten Spielwochenende denn auch gerecht und sind in der Serie bereits mit 2:0 in Führung. Klar war die Sache aber definitiv nicht. Die Berner Oberländerinnen machten dem ZSC das Leben so schwer wie nur möglich – angeführt von Nationaltorhüterin Saskia Maurer. Diese kassierte über beide Spiele gerade mal drei Tore. Doch auf der Gegenseite liess auch die beste Defensive der Liga gewohnt wenig oder gar nichts zu. Im ersten Spiel am Samstag reichte den ZSC Lions ein Tor von Verteidigerin Lara Christen bei Spielhälfte, um das Spiel am Schluss mit 1:0 zu gewinnen.

Am Sonntag wurde es beinahe noch knapper. Captain Andrea Schranz schoss die Thunerinnen zunächst in Überzahl in Führung. «Ich hatte so Freude heute mit dem Team zu spielen. Es ist Playoff-Feeling, da spielt man noch lieber als sonst», so die Bomo-Stürmerin Lena-Marie Lutz nach dem Spiel. Dieser Enthusiasmus brachten die Thunerinnen auch aufs Eis – auf der Suche nach dem ersten Sieg in einem Playoff-Spiel der Clubgeschichte.

Nach dem Ausgleich für die ZSC Lions durch Kristi Shaskina hätte das Spiel lange auf beide Seiten kippen können. Die Entscheidung fiel schliesslich in der Verlängerung. Anthea Lasis sorgte im Powerplay für den Game Winner und die 2:0 Führung in der Serie für die ZSC Lions. «Nach diesen zwei Niederlagen sind wir enttäuscht, wir waren nahe dran. Wir haben als Team sehr gut gekämpft und sind zusammen gestanden. Wir haben aber viel gelernt und können das für das nächste Spiel mitnehmen», schaut Lena Lutz nach dem Spiel kämpferisch nach vorne.

Die Serie geht am kommenden Samstag, 6. März, weiter. Die ZSC Lions können sich in Spiel 3 bereits den Finaleinzug sichern.

Lugano gewinnt zwei knappe Spiele

Im Duell zwischen den erfahrenen HC Ladies Lugano und dem Neuling Thurgau Indien Ladies war dem geneigten Beobachter wohl schon klar, dass es eine torreiche Serie geben könnte. Diesem Versprechen wurden die Spielerinnen der beiden Teams in den ersten Spielen auch durchaus gerecht. Nach überragenden 49 Punkten in 16 Spielen der Regular Season, war die Finnin Michelle Kärvinen auf Seiten der Tessinerinnen auch in Spiel 1 des Halbfinals die grosse Figur. Beim 4:3 Sieg nach Verlängerung war sie an jedem Lugano-Tor beteiligt. Zwei Tore – darunter das Siegtor in der Overtime – schoss sie selber, zwei Tore legte sie der schweiz-amerikanischen Doppelbürgerin Keely Moy auf.

Mit drei Toren und einem Assist aus den beiden Spielen ist die Tschechin Simona Studentova in den Reihen der Thurgau Indien Ladies der Liga-Topscorerin aber auf den Fersen. Auch dank ihr konnte Thurgau nach der knappen Niederlage in Spiel 1 auch die zweite Partie ausgeglichen gestalten. Zu Beginn des 3. Drittels waren die Aussenseiterinnen noch mit 2:1 in Führung – dank einem Tor von eben dieser Studentova.

Doch die Ladies Lugano können auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Nach dem Ausgleich durch Laura Desboeufs war es gerade mal 40 Sekunden später Kärvinen, die erneut den Unterschied ausmachte und auch das zweite Spiel entschied. Ein klassischer Doppelschlag und der Genickbruch für die Thurgauerinnen.

So kann also auch Lugano bereits am kommenden Wochenende ins Finale einziehen. Doch die beiden knappen Resultate sind zumindest ein Indiz dafür, dass mit den Thurgau Indien Ladies in ihrer ersten Saison in der Women’s League nach wie vor zu rechnen ist.

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