Women's League: ZSC Lions und Ladies Lugano gleichauf nach dem ersten Final-Wochenende

22 März 2021
SIHF

(PM SIHF) Der Playoff-Final der Women’s League liefert die erwartet spannende Affiche zwischen den ZSC Lions Frauen und dem HC Ladies Lugano. Am ersten Spiel-Wochenende der Best-of-5 Serie gewinnen beide Teams jeweils auswärts.

ZSC gegen Lugano. Der Klassiker der Women’s League aus den vergangenen Jahren. Qualisieger gegen Zweitplatzierter. Die Affiche verspricht schon vor dem ersten Spiel eine spannende und ausgeglichene Serie. Zusätzlich interessant: Wie werden die ZSC Lions Frauen mit der zehntägigen Quarantäne aufgrund mehrere Covid-19 Fälle im Team umgehen? Die Löwinnen müssen für Spiel 1 zum Beispiel ohne Captain Lisa Rüedi und Stammgoalie Caroline Baldin antreten.

In Spiel 1 sieht man schon bald, wie sich die Serie entwickeln könnte. Die ZSC Lions Frauen verlassen sich auf ihre ligabeste Defensive, wollen vor allem der extrem gefährlichen Top-Linie der Tessinerinnen keinen Platz lassen. Die Ladies Lugano versuchen mit temporeichen Angriffen die Gegnerinnen in Bedrängnis zu bringen.

Besonders gefährlich gegen Lugano: Strafen. Das findet der ZSC bereits in der 6. Minute raus. Das erste Powerplay des Spiels nützt Lugano bereits zum Führungstreffer durch Keely Moy. Die Reaktion des ZSC lässt nicht lange auf sich warten. Die Devise: Pucks in Richtung Tor und für Verkehr sorgen. Genau eine solche Situation führt nach Drittelshälfte zum Ausgleich durch Verteidigerin Dominique Scheurer.

Danach wiederholt sich die Geschichte bereits ein erstes Mal. Strafe Zürich, Powerplay-Tor Lugano. Diesmal ist es Nationalstürmerin Evelina Raselli, welche ihr Team erneut in Führung bringt.

Kärvinen entscheidet Spiel 1

In Drittel 2 zeigen sich die ZSC Lions von ihrer besten Seite. Hinten wird wenig zugelassen, insbesondere Liga-Topscorerin Michelle Kärvinen findet wenig Platz vor, um ihre individuelle Klasse auszuspielen. Auch die erst 17-jährige Torhüterin Nadia Häner zeigt ein starkes Spiel. Und vorne sorgen zwei der Bernerinnen im Zürcher Team für den Ausgleich. Einen Rush im Powerplay schliesst Alina Marti nach einem cleveren Pass durch die Zone von Lara Christen erfolgreich ab.

In Drittel 3 wogt das Spiel hin und her. Beide Seiten kommen zu Chancen für den Führungstreffer. Dieser gelingt schliesslich erneut dem Gast aus dem Tessin. Für einmal gewährt der ZSC der brandgefährlichen Finnin Kärvinen etwas zu viel Platz. Diese lässt sich nicht zweimal bitten und trifft eiskalt über den Beinschoner von Häner zum 3:2.

Kurz darauf verpassen die ZSC Lions die grösste Chance auf den Ausgleich in Form eines Penalties. Alexandra Lehmann im Lugano-Tor hält den Versuch von Scheurer und somit auch den Sieg fest. Diesen bringen die Lugano Ladies danach nämlich über die Zeit.

Bissige Zürcherinnen in Spiel 2

Nach dem Auswärtssieg im ersten Spiel hat Lugano also zu Hause eine erste grosse Chance der Serie eine entscheidende Richtung zu geben. Die Partie gleicht dem Auftaktspiel nur etwas mehr als 24 Stunden zuvor. Die Teams schenken sich nichts, beide Goalies spielen sicher und lassen im 1. Drittel keine Tore zu.

Auffallend in Spiel 2: Die Löwinnen sind noch eine Spur bissiger als in Spiel 1, führen die Zweikämpfe entschlossen. Anders als in Spiel 2 können die Tessinerinnen aber zunächst von Strafen nicht profitieren. Die Aggressivität des ZSC wird mit dem Führungstreffer nach bekanntem Schema belohnt. Kristi Shashkina nutzt eine unübersichtliche Situation vor dem Lugano-Tor zum 1:0.

Die Lugano Ladies laufen im letzten Drittel also einem Rückstand hinterher. Erneut stark: Nadia Häner im ZSC-Tor. Angriff um Angriff – vor allem der Toplinie um Kärvinen, Raselli und Noemi Ryhner – lässt sie an sich abprallen.

Emotionen in der Schlussphase

Je länger das Spiel dauert, desto mehr kommen Playoff-Emotionen auf in der leeren Resega. Eine Strafe wegen «Puck aus dem Spielfeld schiessen» gegen die ZSC Lions führt zu Diskussionen. Doch es sind nicht etwa die Ladies Lugano, welche davon profitieren. Den ZSC Lions gelingt tatsächlich das 2:0 durch einen Shorthander. Shashkina nutzt eine momentane Verwirrung in der Lugano-Zone und erzielt ihr zweites Tor des Abends.

Nun ist richtig Feuer im Dach. Die ZSC-Spielerinnen euphorisiert, Lugano entschlossen in die Partie zurückzukehren. Das gelingt sieben Minuten vor Schluss im Powerplay. Noemi Ryhner belohnt eine aufopfernde Leistung ihrerseits mit dem Anschlusstreffer zum 1:2.

Wenig später trifft Ryhner sogar erneut. Doch der gross bejubelte Ausgleich der Tessinerinnen wird vom Schiedsrichter-Duo aufgrund einer Kickbewegung nicht anerkannt.

So macht Shashkina mit dem Empty Netter ihren Hattrick perfekt, die ZSC Lions Frauen gleichen die Serie aus.

Am kommenden Samstag, 27. März, geht der Final mit Spiel 3 in Zürich in die nächste Runde. Spiel 4 findet am Sonntag darauf in Lugano statt. Ein erneut hochspannendes Wochenende ist garantiert!


Resultatübersicht & Telegramme

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