Die Schweiz gegen Finnland ohne Siegchance / Stimmen zum Spiel

26 August 2021
Kaleigh Quennec, Lisa Rüedi (vlnr:) Screenshot Pressekonferenz

(Tim Sinzenich, mit PM SIHF) Da wir keinen Livestream zur Verfügung hatten, greifen wir auf den Spielbericht der SIHF zurück. Nach dem Spiel haben wir Stürmerin Lisa Rüedi und Coach Colin Muller befragt.

Zum Abschluss der WM-Vorrunde blieb das Schweizer Frauen-Nationalteam in Calgary erneut ohne Punkte. Gegen Finnland verlor das Team von Trainer Colin Muller 0:6. In den Viertelfinals wartet das Team ROC auf die Schweizerinnen.

Die Schweiz geriet bereits im Startdrittel mit 0:4 ins Hintertreffen. Nach dem 0:1 im Powerplay durch Susanna Tapani schoss Petra Nieminen einen Hattrick für die Finninnen. Am Ende resultierte die höchste Niederlage an dieser WM.

Nicht nur defensiv überzeugten die Schweizerinnen nicht, auch offensiv agierten sie harmlos. Nur gerade fünf Torschüsse brachten sie gegen Finnland zustande. Alina Müller, die im zweiten Spiel mit einer Sprunggelenkverletzung ausfiel und für den Rest der WM nicht mehr mitspielen kann, fehlte an allen Ecken und Enden.

Aufgrund des Modus' ist die Schweiz für die Viertelfinals gesetzt und trifft dort auf das Team ROC. Die Partie gegen die Russinnen findet am Samstag statt.

Stimmen zum Spiel von Lisa Rüedi (ZSC Lions-Frauen) und Coach Colin Muller

Auch wenn jetzt nach vier Vorrundenspielen vier Niederlagen zu Buche stehen: Macht es Euch trotzdem Spaß, und ist das vielleicht sogar ein Kick , hier zu spielen, weil man voll gefordert ist und 110 Prozent geben muss? Ist das trotz der Niederlagen auch der Traum einer Eishockeyspielerin, hier voll gefordert zu werden?
Lisa Rüedi: Ja sicher, zu 100 Prozent! Wir müssen jeden Moment alle zusammen..., wir lernen von jedem Spiel, von jeder Niederlage können wir etwas mitnehmen, was wir im Viertelfinale umsetzen und sicher besser machen.

Und wie fällt Eure Bilanz aus nach den vier Spielen? Was nehmt Ihr trotz der Niederlagen und nur einem Tor Positives mit?
Lisa Rüedi:
Ja, ich glaube man hat gemerkt, dass wir als Team, wenn wir wirklich alle füreinander zusammenstehen, laufen und alles geben, dass dann alles möglich ist gegen jedes Team. Und das gibt viel Selbstvertrauen fürs Viertelfinale.

Vier Spiele, vier Niederlagen und nur ein Tor gegen die Top-Teams der Welt. Womit bist Du dennoch zufrieden?
Colin Muller:
Ich glaube zum Teil konnten wir physisch nicht mithalten. Wir können das gegnerische Spiel ein bisschen „zerstören“, aber zum Teil haben wir muss ich ehrlich sagen Torchancen kreiert. Wir haben zu wenig Selbstvertrauen mit der Scheibe, arbeiten zu wenig offensiv zusammen. Aber zufrieden können wir manchmal sein, dass wir eigentlich defensiv solide spielen können. Ich glaube dieses Spiel gegen Russland tut ein bisschen weh, welches wir hätten gewinnen können ohne den Ausfall von Alina Müller. Und ich glaube das hat uns viel Kraft gekostet, wir mussten die Reihen durcheinander mischen. Bis jetzt haben wir unser Spiel in der Offensive nicht gefunden, muss ich sagen. Und das hat vielleicht mit diesen Reihenumstellungen zu tun.

Du hast nach dem Spiel gegen Russland gesagt, dass man aus jedem Spiel etwas herausnehmen kann und dass das Powerplay, Penalty Killing und die Special Teams wichtig sind.
Auf welchem Weg siehst Du Euch nach dem Ende der Vorrunde bei Powerplay, Penalty Killing und Special Teams?
Colin Muller:
Ich glaube zum Penalty Killing heute: Wir waren am Anfang nicht voll mental dabei, das hat uns ein bisschen gekostet. Wir haben sehr schlechte Strafen genommen. Wir hatten eine kurze Bank, wenig Leute, viele Penalty Killings, sie waren müde... es war schwierig heute, muss ich ehrlich sagen.

Zum Powerplay: Wir haben gewusst, sie machen viel Druck, wir sollten bereit sein, wir haben das im Video gesehen und alles angeschaut. Und trotzdem haben wir Fehler gemacht beim ersten Gegentor. Wenn ich ehrlich bin: Im ersten Drittel haben wir zwei Face Off Goals gekriegt, ein Penalty Killing Goal und ein Powerplay Goal gekriegt. Und das zeigt wie es um unsere Bereitschaft und unsere mentale Stärke im ersten Drittel bestellt war. Und das war das Spiel.

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