Women’s League: Die Saison 2021/22 ist eröffnet

17 September 2021
SIHF

(PM SIHF) Nachdem das erste Spiel am 11. September einen Vorgeschmack lieferte, startet die Meisterschaft der Women’s League am 18. September so richtig. In der Olympiasaison 2021/22 scheinen die Teams etwas näher zusammengerückt zu sein. Doch die Favoriten bleiben dieselben.

Der HC Ladies Lugano und der SC Reinach haben am 11. September schon vorgegriffen und die Regular Season der Women’s League 2021/22 lanciert. Die amtierenden Champions aus dem Tessin haben mit einem 9:0 ihre Ambitionen auch für die neue Saison angemeldet. Am Wochenende starten nun auch die restlichen Teams in die Meisterschaft.

Hier die wichtigsten Facts zur WL 2021/22:

- Die Regular Season wird in Form einer 5-fach Runde national gespielt, d.h. jedes der sechs Teams absolviert 25 Spiele.

- Rang 1-4 der Regular Season spielen die Playoffs (Best of 5).

- Rang 5+6 der Regular Season spielen die Playouts (Best of 5).

- Der Schweizermeister der SWHL-B steigt auf die Saison 2022/23 direkt in die WL auf. Der Vizemeister der SWHL-B spielt eine Ligaqualifikation gegen den Verlierer der WL-Playouts. Sollte der Meister der SWHL-B nicht aufsteigen wollen, steigt der Vizemeister direkt auf und niemand aus der WL ab. Sollten sowohl Meister wie auch Vizemeister der SWHL-B nicht aufsteigen wollen, gibt es keinen Auf- oder Absteiger aus der WL in die SWHL-B und umgekehrt.

- Der Spieldatenplan 2021/22 ist von zwei Unterbrüchen geprägt. Vom 7. – 21. Dezember finden aufgrund der Winter Universiade in Luzern grundsätzlich keine Spiele statt. Vom 22. Januar bis 20. Februar 2022 pausiert die WL aufgrund der Olympischen Spiele in Peking.

Veränderungen in den Kadern – gleiche Vorzeichen

Wenn man die Kader der Women’s League Teams ein bisschen genauer betrachtet, gab es auf die neue Saison hin bei fast allen Teams einige gewichtige Änderungen.

Die amtierenden Champions aus Lugano verloren zum Beispiel die überragende Liga-Topscorerin Michelle Kärvinen (KRS Vanke Rays) und Nationalspielerin Noemi Rhyner (Lulea HF). Zudem ist noch unklar, ob mit Evelina Raselli eine weitere Nationalspielerin und Leistungsträgerin den Club in Richtung Nordamerika verlässt. Diese herben Verluste ausgleichen sollen unter anderem die neuen Ausländerinnen Sidney Morin (USA) und Ronja Mogren (SWE). Die Verteidigerin Morin hat im ersten Spiel gegen Reinach jedenfalls bereits fünf Scorerpunkte beigesteuert.

Die letztjährigen Finalistinnen ZSC Lions Frauen auf der anderen Seite konnten die Zuzüge von zwei Nationalspielerinnen vermelden. Dominique Rüegg kehrt aus Schweden zu ihrem Stammclub zurück und Sinja Leemann wechselt aus der Nachwuchsabteilung der SCRJ Lakers zum «Z». Zuzüge, welche die Ambitionen der Zürcherinnen unterstreichen, in dieser Saison einen weiteren Schritt zu machen – trotz ein bisschen weniger Breite im Kader als noch im Vorjahr.

Die Thurgau Indien Ladies werden in ihrer zweiten Saison der Bestätigung ohne Nationalspielerin und Topscorerin Phoebe Staenz auskommen müssen, welche ein weiteres Mal nach Schweden wechselt. Ein Mix aus jungen Spielerinnen und Routiniers wie die Österreicherin Eva Beiter-Schwärzler, welche nach einigen Jahren ihr Comeback in der WL gibt, soll die Bronze-Gewinnerinnen der vergangenen Saison weiter nach vorne treiben.

Auch der EV Bomo Thun hat aufgerüstet. Aus Reinach stossen die Marty-Schwestern Julia und Stefanie dazu und damit ein reicher Schatz an Erfahrung im Frauen-Eishockey. Gekoppelt mit der französischen Internationalen Betty Jouanny und bewährten Leistungsträgerinnen wie Laura Zimmermann – Schützin des OT-Winners im WM-Viertelfinal – ist mit den Thunerinnen sicher zu rechnen. Offen ist wie der Abgang von National-Torhüterin Saskia Maurer nach Nordamerika aufgefangen werden kann.

Die Neuchâtel Hockey Academy hat weiterhin ein ambitioniertes Ziel. Dieses lautet: Finalqualifikation. Helfen sollen dem über die Jahre gefestigten Team in diesem Jahr die zwei Kanadierinnen Coralie Larose und Shelby Wood aus der nordamerikanischen College-Meisterschaft NCAA. Neuchâtel kann zudem auf ein breites Gerüst mit weiteren Teams in den unteren Ligen des Schweizer Frauen-Eishockeys zählen.

Der SC Reinach befindet sich im Umbruch. Die Strukturen sollen professionalisiert und im Kader vermehrt auf Talente aus der unmittelbaren Region gesetzt werden. Wie schwer die verschiedenen Abgänge wiegen, wird sich zeigen. Für das junge Team wird es bestimmt eine lehrreiche Saison.

5 von 6 Teams mit Covid-19 Zertifikatspflicht

Die ausgedehnte Covid-19 Zertifikatspflicht für Sportveranstaltungen betrifft auch die Women’s League. Fünf der sechs Teams führen ihre Meisterschaftsspiele mit Covid-19 Zertifikatspflicht durch. Einzig Bomo Thun spielt ohne Zertifikatspflicht, da die KEB Thun als offene Eisbahn gilt.

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