Klare Niederlage für die ZSC Lions Frauen beim Leader

Okt. 24, 2026 | Frauen Liga Schweiz

Mit 9:2 bezwingt Leader Fribourg-Gottéron die ZSC Lions Frauen vor 1280 Zuschauern. Den Zürcherinnen bleibt neben der Enttäuschung die Erkenntnis, zumindest in Sachen Puckbesitz und Offensivaktionen durchaus mitgehalten zu haben. Den entscheidenden Unterschied machte Gottérons Paradesturm aus.

Das ernüchternde Resultat erzählt nur die halbe Geschichte. Besonders deutlich zeigte sich die Stärke der Freiburger Top-Sturmlinie: Acht der neun Tore schoss Gottérons Trio um Center Estelle Duvin sowie die Flügelspielerinnen Ann-Frédérique Guay und Norina Müller. Das Trio stellte Zürichs Defensive immer wieder vor grosse Herausforderungen, skorte bereits nach 19 Sekunden ein erstes Mal und nutzte die Zürcher Defensivschwächen in der Folge kompromisslos aus. Die beiden Torhüterinnen Alisha Berger – nach dem 3:0 in der 12. Minute ausgewechselt – und Norina Schrupkowski waren die Leidtragenden einer anfälligen Abwehr, in der die Abstimmung nicht passte und die im Verbund ohne Scheibe zu weit weg von den Gegenspielerinnen stand und zu zögerlich in Sachen Körperkontakt agierte.

So anfällig sich die Defensive präsentierte, so engagiert konnte sich die Offensive in Szene setzen, allerdings mit der Einschränkung, dass aus 26 Abschlüssen ein einziges Tor aus dem Spiel heraus resultierte. Zum Vergleich: Gottéron machte aus 36 Versuchen neun Tore. Den ersten Zürcher Treffer kurz vor Ende des ersten Drittels hatte Lisa Rüedi mittels Penalty erzielt. Sie brachte damit zwischenzeitlich die Hoffnung zurück, die allerdings zur Spielmitte mit zwei weiteren Gegentreffern innert 34 Sekunden wieder gedämpft wurde. Ex-Nationalcoach Colin Muller notierte als TV-Co-Kommentator mehrmals, «dass die Zürcherinnen in der Vorwärtsbewegung dem Gegner ebenbürtig sind, Chancen kreieren, sie aber nicht verwerten können.» Das kann nicht nur mit fehlendem Wettkampfglück erklärt werden. Zu oft fehlte bei den Abschlüssen die nötige Präzision.

Die positivste Erkenntnis aus der Niederlage, die die Zürcherinnen mit in die einmonatige Nati- und WM-Pause mitnehmen können, ist die Tatsache, dass das Team nie aufgegeben hat und immer wieder alles versucht hat, zurück in die Erfolgsspur zu finden.

Bericht: PM ZSC Lions Frauen
Foto: PostFinance / KEYSTONE / Til Buergy

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