„Der Glaube an uns war jederzeit spürbar“

Jan. 18, 2026 | Frauen Liga Schweiz

Die Zugerinnen gewinnen den National Cup erneut und feiern den Erfolg gebührend. Nun gilt der Fokus aber bereits dem nächsten Ziel.

Der EVZ hat den Cupfinal gegen die HC Davos Ladies mit 4:0 gewonnen. Captain Lara Stalder mit einem Hattrick sowie Leonie Kutzer waren die Torschützinnen. Es war der dritte Cupfinal in der dritten Saison seit der Gründung des Women’s Teams. Nachdem die Zugerinnen den ersten verloren hatten (1:2 gegen den SC Bern), setzten sie sich in den folgenden zwei durch: 2025 gegen die HC Fribourg-Gottéron Ladies (5:3), und nun also gegen die HC Davos Ladies.

Als Schlüssel für den jüngsten Erfolg benennt die EVZ Stürmerin Rahel Enzler das starke Kollektiv. «Wir haben füreinander gekämpft, und der Glaube an uns war jederzeit spürbar», sagt sie. Die Verteidigerin Nina Harju betont die hervorragende Stimmung im Team. Diese hielt nach Spielschluss an: «Die Feier war von der Kabine bis nach Zug sehr laut und ausgelassen.» Das kann Goalie Chiara Pfosi bestätigen: «Die Feierlichkeiten haben gezeigt, wie viel uns dieser Erfolg bedeutet.» Sie ist sehr stolz auf das Team. «Wir haben uns an unseren Gameplan gehalten und unsere Werte in beiden Spielen gelebt.» Sie erachtet den Cupsieg «als Lohn für die Arbeit, die wir bis hierhin geleistet haben», sagt Chiara Pfosi.

Bereits der Halbfinal gegen die ZSC Lions am Freitag war eine deutliche Angelegenheit; die Zugerinnen gewannen diesen mit 7:1. Noemi Neubauerová, Lara Stalder und Annika Fazokas erzielten im Mitteldrittel innerhalb von 2:14 Minuten drei Treffer und stellten das Skore von 1:1 auf 4:1. Bis zum Ende des zweiten Abschnitts trafen erneut Lara Stalder sowie Alina Marti. Im Schlussabschnitt nahmen die Zugerinnen mit Blick auf den Final eine Menge Tempo heraus, Rahel Enzler sorgte für den Schlussstand. Das erste Tor der Begegnung hatte Ivana Wey erzielt. Die junge Natistürmerin, die im zwölften Pflichtspiel in Serie skorte, wurde zur besten Spielerin auf Zuger Seite ernannt. Nach dem Cupsieg am Folgetag sagte sie: «Dass wir die Titelverteidigung geschafft haben, ist grossartig. Ich bin sehr stolz auf jede Einzelne und auf die Art und Weise, wie wir dieses Wochenende aufgetreten sind.»

Das Team musste einen Schock verkraften. Noemi Ryhner kollidierte im Halbfinal mit Nina Harju und verliess das Eis unter Schmerzen. Eine Szene nach dem Final verdeutlicht den enormen Zusammenhalt im Team: Auf dem offiziellen Siegerfoto hält Goalie Chiara Pfosi das Trikot von Noemi Ryhner hoch. Die Botschaft ist klar: Auch sie hat ihren Teil zu diesem Erfolg beigetragen. Head Coach Daniela Diaz hatte in der Kabinenansprache vor dem Final Mut, Solidarität und Leidenschaft vom Team gefordert – die Spielerinnen setzten das im und nach dem Match um.

Dabei half ihnen auch der Support der zahlreich angereisten EVZ Fans. Daniela Diaz dankte allen, die den weiten Weg nach Lausanne auf sich genommen hatten. Auf die Fans wird es auch ankommen, wenn das Team das nächste Ziel auf seiner Mission erreichen will – den Meistertitel. Am nächsten Wochenende wird die Regular Season abgeschlossen. Die Zugerinnen erleben dabei ein Déjà-vu mit dem Cup-Finalturnier: Am Samstag gastieren sie bei den ZSC Lions (Puck Drop um 14 Uhr), bevor sie am Sonntag in der OYM hall gegen die HC Davos Ladies spielen (14.30 Uhr).

Bericht: PM EV Zug
Foto: EV Zug

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