Zweimal «Bern» für die ZSC Lions Frauen

Die ZSC Lions Frauen treffen am Wochenende in Cup und Meisterschaft auf zwei Berner Teams: Am Samstag im Cup auf die Dragon Queens aus der SWHL C und am Sonntag kehrt der SC Bern zur dritten Direktbegegnung innert drei Wochen nach Zürich zurück. Auch die GCK Lions und die ZSC Lions Girls bestreiten ihr letztes Pflichtspiel im Jahr 2025 zuhause.
Freispiele gibt es in einem Cup-Wettbewerb bekanntlich keine. Nur allzu oft hat ein Underdog dem vermeintlich Grossen ein Bein gestellt. Dass dies allerdings auch auf die Viertelfinal-Partie im National Cup Women zwischen dem SWHL C-Team Dragons Queens und den ZSC Lions Frauen (Samstag, 14:00 Uhr, Sportzentrum Sagibach, Wichtrach) passieren, ist doch eher unwahrscheinlich.
Die «Drachenköniginnen» aus dem Aaretal
Doch Achtung! Die Dragon Queens sind kein Kanonenfutter. Der Leader der SWHL C-Gruppe 2 führt die Rangliste der acht Teams souverän und ohne Punktverlust an. 49 Tore haben die «Drachenköniginnen» aus dem Aaretal zwischen Bern und Thun, etwas mehr als vier pro Spiel. Die Dragon Queens sind zudem eine verschworene Einheit aus Spielerinnen, einst bei Wiki-Münsingen begannen und später ins neue Team wechselten. Seit 2011/12 nehmen sie an der Meisterschaft teil, 2021/22, also zehn Jahre später, schafften sie den Aufstieg in die SWHL C. Neun Spielerinnen sind bereits über 30 Jahre alt, sie tragen das Team, dem weitere sechs Spielerinnen zwischen 20 und 30 Jahren angehören. Nur zwei «Kücken« sind noch keine 20 Jahre alt. Viele der älteren Spielerinnen sind Langzeit-Mitglieder der Dragon Queens und spielen ausschliesslich und seit mehr als zehn Jahren für den Wichtracher Club. Sandra Wüthrich, mit 48 Jahren die älteste «Drachenkönigin», bringt die Erfahrung aus gegen 100 A-Spielen mit Bomo Thun ein, die 37jährige Gstaaderin Natalie Geadah spielte 17 Jahre in den beiden höchsten Ligen bei Bomo Thun (A) sowie Fribourg-Gottéron und Brandis (B). Topskorerin des Teams und die Nummer 2 der Liga ist die 23-jährige Vanessa Bühler, sie hat bisher 19mal getroffen und stand auch bereits erfolgreich für B-Club Brandis im Einsatz. Es steht einiges auf dem Spiel, denn für beide Teams geht es um nichts anderes als den Einzug ins Final-Four-Turnier von Mitte Januar 2026 in Lausanne. Die Dragon Queens wären das erste Team aus der SWHL C, das sich für das Finalturnier qualifizieren könnte. Das letzte und einzige unterklassige Team, das diesen Sprung schaffte, war in der Saison 2015/2016 der EHC Laufen (heute Zunzgen-Sissach). Der B-Klub gewann den kleinen Final gegen Reinach und holte sich die Bronzemedaille. Übrigens: Gold ging damals an … die ZSC Lions Frauen.
Zum dritten Mal der Meister
4:3-Sieg im Cup, 1:3-Niederlage in der Meisterschaft: Die letzten beiden Begegnungen zwischen Meister Bern und den Löwinnen hätten unterschiedlicher nicht ausgehen können. Eigentlich könnte man fast sagen, die ZSC Lions Frauen hätten zweimal gewonnen, denn in der Meisterschaft schossen sie zwei der drei Berner Tore gleich selber. Doch das dürfte nach der Nationalmannschaftspause vergessen sein und die Krallen im Löwen-Bären-Duell erneut gewetzt sein. Es ist das letzte Meisterschaftsspiel in diesem Jahr für die Zürcherinnen, das nächste Spiel findet erst am 3. Januar 2026 statt (Davos – ZSC Lions).
Auch die GCK Lions und die Lions zuhause
Die GCK Lions und die ZSC Lions Girls bestreiten ihre letzten Partien des Jahres 2025 ebenfalls zuhause. Die GCK Lions treffen am Sonntag (15:15 Uhr, KEBO Oerlikon) am den aktuellen Tabellenletzten Worb. Allerdings haben die Bernerinnen zwei bis vier Spiele weniger ausgetragen als ihre Gegnerinnen aus dem breiten Mittelfeld der SWHL B im Kampf um die Playoff-Qualifikation. Die erste Partie in Worb ging erst in der Verlängerung zugusten der Zürcherinnen aus. Die ZSC Lions Girls spielen ebenfalls am Sonntag (12:45 Uhr, KEBO Oerlikon) quasi das «Vorspiel» zum GCK-Match. Sie treffen auf die Eisbären St. Gallen Queens, die in der Tabelle direkt hinter ihnen liegen. Auch die Lions Girls mussten im ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams eine Zusatzschicht einlegen und gewannen erst im Penaltyschiessen.
Bericht: PM ZSC Lions Frauen
Foto: PostFinance / KEYSTONE / Peter Klaunzer
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