Olympia-Gegnercheck: Alles Wichtige zum Frauen-Team aus Japan

Die japanische Frauen-Nationalmannschaft gehört seit mehreren Jahren zu den etablierten Teams der Weltspitze und ist ein direkter Konkurrent der deutschen Auswahl auf internationalem Niveau. Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina nimmt Japan bereits zum fünften Mal an einem olympischen Turnier teil (1998, 2014, 2018, 2022, 2026). Eine olympische Medaille konnte das Team bislang nicht gewinnen, mehrfach erreichte es jedoch den sechsten Platz (1998, 2018, 2022). Auch bei Weltmeisterschaften wartet Japan weiterhin auf Edelmetall, hat sich jedoch seit 2019 durchgehend in der Top-Division der IIHF Frauen-Weltmeisterschaft behauptet. Aktuell rangiert Japan auf Platz sieben der IIHF-Weltrangliste und damit unmittelbar vor Deutschland.
Bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking zählte Japan zu den positiven Überraschungen des Turniers. Mit drei Siegen aus vier Spielen gewann die Mannschaft die Gruppe B, unter anderem gegen Schweden und Tschechien, und zog souverän ins Viertelfinale ein. Dort musste sich Japan Finnland geschlagen geben, bestätigte jedoch seine internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig.
Schlüsselspielerinnen / Players to Watch
Emily Nix trifft gegen die Japanerinnen auf einige schwedische Liga-Konkurrentinnen, denn angeführt wird die Offensive von Akane Shiga, einer ehemaligen PWHL-Stürmerin und Leistungsträgerin bei Luleå HF in der schwedischen SDHL. Die 24-Jährige bestreitet in Mailand ihre zweiten Olympischen Spiele und zählt zu den konstantesten Scorerinnen im Kader. Ebenfalls zentrale Rollen im Angriff nehmen Haruka Toko (Linköping HC), Rui Ukita, die an allen bisherigen Olympischen Turnieren teilnahm, sowie Mei Miura, Japans beste Punktesammlerin bei der Weltmeisterschaft 2025, ein. Als kreative Spielmacherin gilt Makoto Ito, eines der größten Offensivtalente des japanischen Eishockeys.
In der Defensive sind insbesondere Ayaka Hitosato und Aoi Shiga hervorzuheben. Hitosato gehört seit über einem Jahrzehnt zu den Führungsspielerinnen der Nationalmannschaft und wurde bei mehreren Weltmeisterschaften als eine der besten japanischen Akteurinnen ausgezeichnet. Aoi Shiga bringt wertvolle Erfahrung aus europäischen Top-Ligen mit und ist in der SDHL bei MoDo Hockey etabliert.
Im Tor setzt Japan auf Miyuu Masuhara, die sich in den vergangenen Jahren zur unumstrittenen Nummer eins entwickelt hat. Bei der Weltmeisterschaft 2025 absolvierte sie alle Partien für Japan und überzeugte mit starken Leistungswerten.
Einordnung und Ausblick auf das Duell mit Deutschland
Japan zeichnet sich insbesondere durch hohe taktische Disziplin, immense Laufbereitschaft und einen seit Jahren eingespielten Mannschaftskern aus. Die Tiefe des Kaders ist im internationalen Vergleich begrenzt, dennoch gelingt es dem Team regelmäßig, kompakt aufzutreten und Spiele eng zu gestalten.
Für die deutsche Frauen-Eishockeymannschaft ist Japan ein direkter Maßstab im Kampf um die Platzierungen in der erweiterten Weltspitze. Die jüngsten direkten Vergleiche unterstreichen die Ausgeglichenheit beider Teams: Bei der Weltmeisterschaft 2025 in Tschechien setzte sich Japan mit 1:0 durch, während Deutschland bei der WM 2024 in den USA einen 4:1-Erfolg feiern konnte.
Das olympische Vorrundenspiel Deutschland vs. Japan am 7. Februar 2026 verspricht daher eine enge und richtungsweisende Partie. In der Gruppe B geht es für beide Mannschaften um eine optimale Ausgangsposition in Richtung Viertelfinale.
Bericht: PM DEB
Foto (Archivbild Peiting, 30.01.2026): DEB / City-Press GmbH
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