Olympia 2026: Frauen-Eishockeymannschaft unterliegt im Viertelfinale gegen Kanada

Die deutsche Frauen-Eishockeymannschaft hat das Viertelfinalspiel des olympischen Eishockeyturniers in Mailand gegen Kanada verloren. Das Team von Frauen-Bundestrainer Jeff MacLeod unterlag vor 3.913 Zuschauern in der Milano Rho Ice Hockey Arena mit 1:5. Das Tor für die deutschen Frauen erzielte Franziska Feldmeier. Im Tor startete erneut Sandra Abstreiter. Auch bei den Defensiv- und Offensivreihen gab es keine Veränderungen im Lineup.
Kanada erwischte den besseren Start in die Partie durch das frühe Tor von Brianne Jenner (2.). Die deutsche Mannschaft ließ sich davon nicht beirren und kam selbst zu einigen guten Gelegenheiten im ersten Abschnitt. Auch nach dem zweiten Gegentreffer durch Claire Thompson (17.) behielten die deutschen Frauen ihre gute Struktur bei und überzeugten mit ihrer kämpferischen Leistung. Ein Überzahlspiel nutzten die favorisierten Kanadierinnen durch Sarah Fillier (38.), um schließlich auf 3:0 zur zweiten Pause zu erhöhen.
Auch im Schlussabschnitt steckte das deutsche Team nicht auf. Zunächst erhöhte Blayre Turnbull (41). für Kanada, ehe Franziska Feldmeier (49.) den verdienten Treffer für Deutschland erzielte. In Überzahl setzte Marie-Philip Poulin (56.) den Schlusspunkt dieser olympischen Viertelfinal-Partie.
Stimmen
Christian Künast, Vorstand Sport des DEB: „Auch wenn es am Ende gegen eine Top-Nation wie Kanada für ein Weiterkommen nicht gereicht hat, haben wir mit der Qualifikation für das Viertelfinale bei den Olympischen Winterspielen das interne Ziel erreicht. Unser Team hat während des gesamten Turnierverlaufs mit Leidenschaft und Teamgeist überzeugt.
Das deutsche Fraueneishockey hat sich weiterentwickelt, das haben wir bei diesem Turnier im internationalen Vergleich gesehen. Wir nehmen diese Erkenntnis als Ansporn, unseren Weg konsequent weiterzugehen.“
Bundestrainer Jeff MacLeod: „Uns war klar, dass das Viertelfinale gegen Kanada unglaublich schwer werden würde. Sie gehören zu den besten Mannschaften der Welt und haben das mit ihren zahlreichen Titeln immer wieder gezeigt. Trotzdem haben wir 60 Minuten lang hart gearbeitet und uns unsere Chancen erkämpft.
Für uns ist dieses Spiel vor allem eine wichtige Lernerfahrung, die wir mitnehmen müssen – besonders im Hinblick auf die nächsten Olympischen Spiele. Wenn ich auf das gesamte Turnier zurückblicke, bin ich sehr zufrieden mit der Teamleistung. Für alle Spielerinnen war es die erste Olympia-Erfahrung. Das hier ist nicht mit einer Weltmeisterschaft vergleichbar – das Spiel, das Umfeld, die Atmosphäre, alles ist anders. Jetzt haben wir diese Erfahrung gesammelt und wissen, was uns beim nächsten Mal erwartet. Das ist ein entscheidender Schritt für unsere Entwicklung.“
Kapitänin Daria Gleißner: „Es war heute umkämpft und emotional. Ich – und wir als Team – sollten zufrieden sein, wie wir uns gegen die Kanadierinnen präsentiert haben. Die Moral und der Wille waren da, wir haben gekämpft. Am Ende spielt man gegen einige der besten Spielerinnen der Welt, da werden kleine Fehler bestraft. Dennoch bin ich sehr zufrieden.
Wir haben uns heute einmal mehr als eine geschlossene Einheit präsentiert. Wir haben ein Tor geschossen, hatten dazu weitere gute Chancen – es war nicht so, dass wir chancenlos waren. Aber wir müssen lernen, uns noch besser durchzusetzen, weniger Fehler zu machen und offensiv mehr zu kreieren. Wir werden diese Olympischen Spiele in guter Erinnerung behalten. Es war eine tolle Erfahrung, dabei zu sein!“
Stürmerin Laura Kluge: „Es war das erwartete schwere Spiel, aber wir haben über weite Strecken gezeigt, dass wir durchaus mithalten können. Am Ende hat uns vielleicht ein bisschen die Erfahrung und die Kaltschnäuzigkeit gefehlt, um unsere Chancen wirklich konsequent zu nutzen. Trotzdem haben wir über das ganze Turnier hinweg bewiesen, dass wir völlig zurecht im Viertelfinale standen. Nach oben fehlt noch etwas – aber das war auch zu erwarten. Ein Viertelfinale gegen Kanada bei unseren ersten Olympischen Spielen ist ein absolutes Highlight.
Wir haben uns alle darauf gefreut, auf so einer Bühne gegen eine der besten Mannschaften der Welt zu spielen. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, und wir nehmen sehr viele positive Dinge aus diesem Viertelfinale mit.“
Ergebnisse der deutschen Eishockey-Frauen in Milano Cortina 2026
05.02.2026 | Schweden – Deutschland | 4:1 (1:1, 2:0, 1:0)
07.02.2026 | Deutschland – Japan | 5:2 (3:0, 2:2, 0:0)
09.02.2026 | Deutschland – Frankreich 2:1 n.V. (1:0, 0:0, 0:1, 1:0)
10.02.2026 | Italien – Deutschland 1:2 (0:0, 1:1, 0:1)
14.02.2026 | Viertelfinale | Kanada – Deutschland 5:1 (2:0, 1:0, 2:1)
Bericht: PM DEB
Foto Citypressi
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