Kein Spiel wie jedes andere

Dez 2, 2022 | International

Die ZSC Lions treffen am Samstag (18.15 Uhr) im Tessin auf die Ladies Lugano. Es ist der dritte «Classico» in dieser Saison, der zweite im Tessin.

Ein «Classico» zwischen den beiden Meisterteams der letzten 13 Jahre gehört in die Kategorie jener Spiele, die immer – oder zumindest fast immer – etwas Spezielles zu bieten haben. Sei es in der Qualifikation oder später in den Playoffs. Es ist ein Derby ohne lokalen oder regionalen Bezug, eher ein Derby der erfolgreichsten Teams der Women’s League. So kommt auch dem dritten «Classico» in der laufenden Saison eine besondere Bedeutung zu. Nimmt man die letzten 10 Spiele der laufenden und der letzten Meisterschaft als Vorlage für eine Prognose, so wäre eigentlich der Meister aus Zürich zu favorisieren, denn die ZSC Lions haben 7 der 10 Spiele seit dem Meisterschaftsbeginn im Herbst 2021 gewonnen – darunter auch die drei entscheidenden Playoff-Finalspiele diesen Frühling. Die Ladies Lugano ihrerseits haben in dieser Zeit nur drei Partien gewonnen, keine nach 60 Minuten, alle in der Verlängerung.

In dieser Saison steht die «Serie» 1:1: Die Lions gewannen das Auftaktspiel in Lugano klar mit 4:1, Lugano revanchierte sich mit einem 2:1-Overtime-Sieg im Heuried und fügte den Zürcherinnen damit die bisher einzige Niederlage in dieser Saison zu.

Ein Blick auf die Tabelle zeigt einen beträchtlichen Abstand zwischen dem Ersten (ZSC) und dem Vierten (Lugano): Genauer gesagt sind es 19 Punkte, 7 Siege oder 35 geschossene Tore Unterschied. Und: Beide bisherigen Sieg in dieser Saison holte sich die Auswärtsmannschaft. Die ZSC Lions Frauen also in einer klaren Favoritenrolle? Ja, glaubt man den statistischen Tatsachen. Nein, wird man sich der Besonderheit der Begegnung bewusst. Sie ist offen, ohne klare Tendenz, denn vieles wird von der Einstellung zum Spiel und der Tagesform abhängen. Es ist kaum anzunehmen, dass sich die Ladies Lugano erneut eine Pleite – es wäre die dritte in Folge (nach Langenthal und Thurgau) – leisten wollen.

Bericht: PM ZSC Lions Frauen
Foto: ZSC Lions Frauen

 

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