Mannheim bucht frühzeitig Playoff-Ticket mit Sechs-Punkte-Wochenende gegen Ingolstadt

Jan 16, 2022 | Bundesliga

Harte Arbeit zahlt sich aus: Nach einer engagierten und kämpferischen Teamleistung und der vollen Punktzahl ist den Mad Dogs Frauen die Halbfinalteilnahme nicht mehr zu nehmen.

Wie am Vortag stürzten sich beide Teams gleich ins Geschehen. Ingolstadt hatte etwas mehr vom Start, aber nachdem die Mad Dogs sich in der dritten Minute im gegnerischen Drittel festsetzten, visierte Laura Lundblad aus spitzem Winkel von links das Tor an und schoss oben rechts ein. Sowohl die Hausherrinnen als auch die Gäste erspielten sich gute Gelegenheiten, doch auf der Anzeigetafel füllte sich nur der Strafbereich. Nicola Eisenschmid erhielt 2 plus 2 Minuten, kurz darauf musste Laura Lundblad wegen Haltens bei einem Unterzahlkonter der Pantherinnen auf die Bank, und eine knappe Minute später füllten erst Lena Düsterhöft und dann Nicolas Schwester Tanja die Gästestrafbank.

Lundblad wollte gerade wieder aufs Eis, als Lilli Welcke per One-Timer auf 2:0 erhöhte. Eine halbe Minute später musste Lena Düsterhöft gleich wieder auf die noch warme Ingolstädter Strafbank, mehr von den vielen Überzahlsituationen konnte Mannheim aber nicht profitieren. Die Schanzerinnen waren mit der Häufung der ausgesprochenen Strafen nicht einverstanden. Mit einer sehenswerten Kombination, die Resi Wagner im Nachsetzen verwandelte, hatten sie in der 19. Minute den ersten Erfolgsmoment im Spiel.

„Tore Mangelware, weniger Strafen“ wäre eine kurze Zusammenfassung des Mittelabschnitts. Aus den beiden Strafen für die Gäste konnten die Mad Dogs aber kein Kapital schlagen. Die Ingolstädterinnen wurden stärker und strahlten immer wieder Torgefahr aus, es fehlte aber am Abschluss. Auch die Mannheimerinnen kamen zu Chancen, konnten sie aber nicht in Zählbares umsetzen.

Das Schlussdrittel gehörte klar den mit zahlreichen Nationalspielerinnen prominent besetzten Pantherinnen, die noch einmal den Druck erhöhten und ihren unbedingten Willen aufs Eis brachten, wichtige Punkte für die Playoff-Teilnahme mitzunehmen. Doch ihren ebenso unbedingtem Willen und die starke Teamleistung warfen die Mad Dogs Frauen in die Waagschale. Immer wieder befreite man sich aus dem Druck und ermöglichte den Wechsel mit frischen Kräften, blockte Schüsse und warf sich in Richtung Scheibe. Einmal allerdings auf die Scheibe, was eine Strafe wegen Spielverzögerung nach sich zog. Mannheims Trainer Randall Karsten zog seine Auszeit, und mit vereinten Kräften überstanden die Mad Dogs Frauen die Unterzahl schadlos.

Es war noch eine gute Minute auf der Uhr, als Ingolstadts Coach Christian Sohlmann erst Torhüterin Lisa Hemmerle und dann sein Time-Out zog, doch nach einem Fehlpass der Gäste beschloss Laura Lundblad das Spiel wie sie es begonnen hatte: Mit einem Tor, dieses Mal ins leere Gehäuse. 27 Spielsekunden später war nicht nur der Jubel, sondern auch der erste Playoff-Einzug in der Vereinsgeschichte perfekt, auf den viele Spielerinnen so lange hingearbeitet hatten.

Neben den Mad Dogs Frauen hat der erstplazierte ESC Planegg bereits das Halbfinalticket gesichert. Die Mannheimerinnen können sich nun entspannt den Dreikampf um die verbleibenden zwei Plätze zwischen Memmingen, Ingolstadt und Berlin anschauen, ehe sie am zweiten Februarwochenende auswärts in Berlin wieder antreten werden.

Sofern es keinen pandemiebedingten Saisonabbruch geben sollte, war dies auch noch nicht das letzte Heimspiel einer schon jetzt erfolgreichen Saison.

Mad Dogs Mannheim – ERC Ingolstadt Frauen 3:1 (2:1, 0:0, 1:0)

Tore:

1:0 (02:32) # 18 Laura Lundblad (# 7 Brooke Bonsteel, # 11 Lisa Heinz)

2:0 (14:53) PP2 # 23 Lilli Welcke (# 4 Tara Schmitz, # 13 Luisa Welcke)

2:1 (18:40) # 21 Theresa Wagner

3:1 (59:33) EN # 18 Laura Lundblad

Strafminuten: Mannheim 4, Ingolstadt 14

Bericht: PM Mad Dogs Mannheim Frauen
Foto: Marcel Tschamke Fotografie

 

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