Mannheim unterliegt Memmingen knapp im Pokal-Halbfinale

Jan 22, 2023 | Bundesliga

Mit der bislang besten Leistung im direkten Duell verlangen die Mad Dogs Frauen Tabellenführer ECDC Memmingen Indians Frauen alles ab, müssen sich aber mit 2:3 knapp geschlagen geben. Im Spiel um Bronze stehen als Gegnerinnen die Frauen Eisbären Juniors Berlin nach 4:0-Niederlage gegen die ERC Ingolstadt Frauen fest.

Rekordverdächtiger Start für Mannheim: Es waren ganze acht Sekunden gespielt, als Megan Forrest die Mad Dogs Frauen in Führung brachte und damit die Frage nach dem schnellsten Tor der Pokalgeschichte aufwarf. Doch dies war nicht die einzige Frage: War die Offensive hellwach und die Defensive überrumpelt? Und diese Frage sollte sich 29 Sekunden erneut stellen und nicht beantworten lassen, als Carina Strobel ausglich.

Das Visier blieb bei beiden Teams maximal offen, wovon die Indians Frauen das zweite Mal hintereinander profitierten. Steuerte Alyssa Hulst beim 1:1 noch den Assist bei, punktete sie in der 6. Minute selbst, obwohl Jessica Ekrt sich noch lang machte. Doch die Mannheimer Antwort ließ nicht lange auf sich warten, Hanna Amort egalisierte in der 8. Minute. Zur Drittelmitte hatte Memmingen zwei gute Chancen, es blieb aber beim 2:2.

Im zweiten Abschnitt merkte man beiden Teams den kräftezehrenden Kampf zuvor an, gleichzeitig wurden die Kontrahentinnen vorsichtiger. Eine gute Chance ergab sich für Mannheim in der ersten Überzahl mit einer 2-auf-1-Situation in der 25. Minute, der Spielstand hatte aber Bestand. Chancen gab es auf beiden Seiten, es waren die Allgäuerinnen, die ihr erstes Powerplay nutzen. Es gelang den Mannheimerinnen nicht, den umkämpften Puck unter ihre Kontrolle zu bringen, und Theresa Knutson ergriff die Gelegenheit und schoss die freie Scheibe ins Netz.

Im Schlussabschnitt schien Mannheim es wieder sehr eilig zu haben, gerade einmal 19 Sekunden nach Start der Zeitnahme eine gute Chance. Und Memmingen antwortete mit einer guten Gelegenheit keine Minute später, doch Jessica Ektrs linker ausgefahrener Schoner machte diese zunichte. In der Folge vermochten die Mannheimerinnen lange Zeit kaum aus der eigenen Hälfte oder dem Drittel zu kommen, da Memmingen durch frühes Forechecking störte und auf den Ausbau der Führung zu drücken versuchte. Andererseits bissen sich die Indians Frauen an der engagierten Defensivleistung die Zähne aus, ganz anders als noch in den ersten beiden Aufeinandertreffen in der DFEL zu Beginn der Saison.

Genau viereinhalb Minuten vor Ende der regulären Spielzeit nahm Mad Dogs Trainer Randall Karsten eine Auszeit, Spieltempo und -Intensität zogen anschließend an, doch am Ergebnis änderte sich nichts mehr.

Die ECDC Memmingen Indians Frauen treffen im Pokalfinale auf die ERC Ingolstadt Frauen, welche sich gegen die Frauen Eisbären Juniors Berlin mit 4:0 durchsetzten. Somit kommt es zur fünften Begegnung Mannheim-Berlin in dieser Spielzeit. Während die Berlinerinnen in den Mannheimer Spielen vier Punkte entführen konnten, revanchierten sich die Mannheimerinnen im Dezember mit der vollen Punktzahl im Reisegepäck auf der Rückfahrt. Für eine spannende Begegnung dürfte gesorgt sein, wenn der Puck am Sonntag fällt.

21.01.2023, Mad Dogs Mannheim – ECDC Memmingen Indians Frauen 2:3 (2:2, 0:1, 0:0)

Tore:
1:0 (00:08) # 64 Megan Forrest
1:1 (00:37) # 13 Carina Strobel (#67 Alyssa Hulst, #71 Anne Bartsch)
1:2 (05:17) # 67 Alyssa Hulst (#71 Anne Bartsch, # 9 Kim Bürge)
2:2 (07:44) # 16 Hanna Amort (# 64 Megan Forrest)
2:3 (37:14) (PP 1) # 17 Theresa Knutson (# 15 Andrea Lanzl, # 91 Lena Kartheininger)

Strafminuten:
Mannheim 2, Memmingen 2

Sonntag, 22.01.2023
11:00 Spiel um Platz 3 Mad Dogs Mannheim Frauen – Frauen Eisbären Juniors Berlin
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14:30 Finale ECDC Memmingen Indians Frauen – ERC Ingolstadt Frauen
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Bericht: PM Mad Dogs Mannheim Frauen
Foto: Neckarlicht

 

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