Zweites punktloses Wochenende der Mad Dogs Frauen gegen den Spitzenreiter

Feb 19, 2023 | Bundesliga

Mit einer 4:1-Niederlage beschließen die Mad Dogs Frauen bei den ECDC Memmingen Indians Frauen die Hauptrunde auf dem dritten Platz, bevor am kommenden Wochenende die Playoff-Halbfinalserie gegen die ERC Ingolstadt Frauen beginnt. Die Vorentscheidung fiel mit zwei Toren im Mitteldrittel.

Beide Teams machten dort weiter, wo sie am Vortag aufgehört hatten und waren sofort im Spiel. Memmingen baute durch frühes Forechecking Druck auf und versuchte das gegnerische Tor immer enger zu belagern, die Gäste hielten aber dagegen und überstanden auch die erste Unterzahl des Spiels. Neun Sekunden später netzte dann aber doch Lena Kartheininger ein. Memmingen versuchte nachzusetzen, Mannheim erspielte sich auf der anderen Seite ebenfalls Chancen und zeigte ab der 15. Minute sein bisher bestes Powerplay an diesem Wochenende. Weitere Offensivaktionen der Indians Frauen erzeugten die ein oder andere gefährliche Situation, das nächste Tor fiel aber für die Gäste. Lisa Heinz zog ab, und Lucia Schmitz belohnte ihre Hartnäckigkeit im Slot mit dem Ausgleich im Nachsetzen.

Mit Eishockey mit offenem Visier ging es nach der Pause weiter. Memmingen überstand eine einfache Unterzahl, Mannheim zunächst ebenfalls, ehe eine weitere Spielerin auf die Bank musste. Kurz darauf bescherte sich Lena Kartheininger ihren zweiten Freudenmoment und stellte den alten Abstand wieder her. Die Gastgeberinnen verstanden es besser, die lange Bank für sich zu nutzen, und die Defensive um Jessica Ekrt war ein ums andere Mal gefordert. Die meisten Angriffe konnten abgewehrt werden. In der 35. Minute zappelte der Puck zum dritten Mal im Netz, Torschützin war Kapitänin Daria Gleißner.

Auch das letzte Drittel ließ die für beide nahenden Playoffs erahnen. Die Indians Frauen weiterhin druckvoll, Mannheim setzte immer wieder Gegenstiche, konnten zwei numerische Überlegenheiten nicht in Tore verwandeln. In der zweiten Überzahl liefen plötzlich zwei Memmingerinnen auf Jessica Ekrt zu, doch der Puck landete schneller unter ihrer Fanghand. Mit zunehmender Zeit schien die Belastung auf weniger Schultern ihren Tribut zu fordern (Memmingen bot auch heute fünf Feldspielerinnen mehr auf), denn die Spielanteile verlagerten sich mehr und mehr in Richtung der Hausherrinnen, die mit dem 4:1 von Antje Sabautzki 59 Sekunden vor Ende den Schlusspunkt setzten. Eine halbe Minute später konnte eine Mannheimer 2-auf-1-Situation nicht zum Anschlusstreffer verwertet werden, zeigt aber, dass das Team auch mit schwindenden Kräften nicht aufsteckte.

Blickt man auf die Hauptrunde zurück, wurde an jedem Wochenende gepunktet. Lediglich gegen Memmingen gingen die Mannheimerinnen leer aus, so wie es vielen anderen Teams auch in der Hauptrunde erging. Das aktuelle Wochenende zeigt jedoch eine verbesserte Leistung mit knapperen Ergebnissen als zu Saisonbeginn.

Am kommenden Wochenende steht wieder eine Reise nach Bayern an. Die ERC Ingolstadt Frauen empfangen die Mannheimerinnen zu den ersten beiden Spielen der Playoff-Halbfinalserie, die im Best-Of-Five-Modus ausgespielt wird. Parallel kämpfen die ECDC Memmingen Indians Frauen gegen den ESC Planegg um den Finaleinzug.

Sonntag, 19.02.2023 12:15, ECDC Memmingen Indians Frauen – Mad Dogs Mannheim Frauen 4:1 (1:1, 2:0, 1:0)

Tore:
1:0 (09:03) #91 Lena Kartheininger (#20 Daria Gleißner, #17 Theresa Knutson)
1:1 (19:36) #3 Lucia Schmitz (#11 Lisa Heinz, #18 Brittany Kucera)
2:1 (29:24) PP2 #91 Lena Kartheininger (#15 Andrea Lanzl, #17 Theresa Knutson)
3:1 (34:03) #20 Daria Gleißner (#19 Sonja Weidenfelder, #17 Theresa Knutson)
4:1 (59:01) 4:1 #12 Antje Sabautzki (#13 Carina Strobel, #67 Alyssa Hulst)

Strafminuten:
Memmingen 8, Mannheim 6

Bericht: PM Mad Dogs Mannheim Frauen
Foto: Neckarlicht

 

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