Zwei Siege bei Vier-Nationen-Turnier: Frauen-Nationalteam beendet Lehrgang in Slowakei

Österreich erreichte den zweiten Platz. Erfolge gegen Niederlande und Italien. Wertvoller Lehrgang für gemeinsame Lösungen.
Österreichs A-Nationalteam der Frauen hat am Samstag das Vier-Nationen-Turnier in Bardejov auf dem zweiten Platz abgeschlossen. Nach einer umkämpften Niederlage gegen die Slowakei folgten ein 2:0 gegen die Niederlande und ein 3:1 gegen Italien. Beste rot-weiß-rote Punktesammlerin des Turniers war Lena Dauböck (2 Tore, 2 Assists) von den KSV Highlanders.
Teamchef Alexander Bröms konnte aufgrund eines familiären Schicksalsschlags am Lehrgang nicht teilnehmen, die sportliche Leitung des Teams übernahmen in seiner Abwesenheit die Assistant Coaches Sarah Hodges und Mario Bellina. Hodges: „Das Turnier war ein wichtiger Schritt für unsere Kaderauswahl und die Vorbereitung auf die WM. Es war spannend zu sehen, wie einige Spielerinnen neue Rollen übernommen und sich der Herausforderung gestellt haben. Die Spielerinnen haben Österreich mit Stolz vertreten und sich ihre Siege verdient.“
Auftaktniederlage gegen die Slowakei
Nach je zwei Trainingseinheiten am Dienstag und Mittwoch starteten die Österreicherinnen am Donnerstag gleich gegen die Gastgeberinnen ins Turnier. Die Slowakinnen gingen zweimal in Führung, das ÖEHV-Team konnte durch Emma Hofbauer (Providence College, USA) und Emma Lintner (EVZ Women’s Team, Schweiz) beide Male ausgleichen.
Im Laufe des Spiels konnte die Slowakei jedoch mehr Chancen kreieren und gewann das Spiel mit 5:2. Zur Hälfte der Partie wurde Anja Adamitsch (KSV Highlanders) – wie geplant – durch Davina Falmbigl (Lakers Kärnten) ersetzt. Sarah Hodges: „Der Start war etwas schwierig, aber ab der zehnten Minute war ich mit unserem Einsatz zufrieden. Beide Torfrauen haben einen tollen Job gemacht und uns im Spiel gehalten.“
Souveräner Sieg am Freitag
Am zweiten Turniertag feierten die Österreicherinnen einen 2:0-Sieg gegen die Niederlande. Die beiden Tore für das ÖEHV-Team erzielten Leonie Kutzer (EVZ Women’s Team, Schweiz) und Selina Gentilini (VSV Lady Hawks). Anja Adamitsch absolvierte diesmal das gesamte Spiel und konnte alle 19 gegnerischen Schüsse parieren.
Sarah Hodges: „Wir haben heute eine solide Teamleistung gezeigt. Wir haben hart gearbeitet und das Spiel bestimmt – und es war schön zu sehen, wie Anja [Adamitsch] wichtige Paraden zeigte, als wir sie gebraucht haben. Unser Team hat vor beiden Toren sehr gut gespielt, und es war großartig zu sehen, wie viele Chancen wir durch das Angreifen des gegnerischen Tors erarbeitet haben.“
Nächster Erfolg gegen Italien
Am Schlusstag trafen die Österreicherinnen auf Italien, die es bei den Olympischen Spielen 2026 ins Viertelfinale schafften und mit einem 3:1-Erfolg gegen die Niederlande in das Turnier gestartet waren. Genau dasselbe Resultat konnten diesmal die ÖEHV-Frauen bejubeln. Lena Dauböck erzielte einen Doppelpack, auch Tamara Grascher (Graz99ers Huskies) trug sich in die Torschützinnenliste ein. Im Tor zeigte Davina Falmbigl mit einer Save Percentage von 94,12 Prozent eine starke Leistung.
Sarah Hodges: „Wir haben mit einem starken Spiel gegen Italien abgeschlossen. Wir haben hart gearbeitet und einfach gespielt. Wir waren vor ihrem Tor effizient und haben es gut geschafft, Nachschusschancen vor unserem eigenen Tor zu verhindern.“
Wertvoller Dialog auf Augenhöhe
Der Lehrgang in Bardejov war aber nicht nur aus sportlicher Sicht von zentraler Bedeutung. Nach der medialen Kritik mehrerer Nationalteamspielerinnen gab es im Laufe der Woche bereits mehrere ausführliche Gesprächsrunden zwischen dem Staff und den Spielerinnen in der Slowakei, in denen gemeinsam und auf konstruktive Art und Weise über die bestmöglichen Lösungsansätze gesprochen werden konnte.
Diesen lösungsorientierten Dialog auf Augenhöhe möchte der Verband fortsetzen. Gleichzeitig arbeitet der Verband mit Nachdruck an einer ausführlichen und sachlich aufgearbeiteten Antwort auf die gesamten Forderungen. Das ist die Grundlage, auf der der Verband den direkten Dialog mit allen Spielerinnen führen möchte.
Das klare Ziel des Verbands ist es, sachliche und machbare Lösungen auf den Tisch zu bringen und nicht nur mit der sportlich bestmöglichen Mannschaft zur A-Weltmeisterschaft in Dänemark (6. bis 16. November) zu fliegen, sondern auch eine nachhaltige Basis für die Zukunft des österreichischen Frauen-Eishockeys zu schaffen.
Bericht: PM ÖEHV
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